“Worte sind Magie: Ein Plädoyer rund um einen grossen, braunen Haufen Nato.”

Am 18. April war BREITBAND BARTUNEK eingeladen bei “Franken für Frieden” in Bamberg. Eine Veranstaltung die sich zum Ziel gesetzt hat, den Begriff Frieden weiter in die Öffentlichekeit und ins gesamtgesellschaftliche Bewusstsein zu rücken.
Unsere Big Mama Stephan Bartunek hat es sich nicht nehmen lassen und mit Freude diese Einladung angenommen.
Er glaubt zu wissen, warum der Wahnsinn unserer Zeit, der sich unter anderem im grossen “Krieg gegen den Terror” äußert und nach ähnlichen Mustern auch in der Ukraine beginnt sich auszubreiten, überhaupt erst möglich ist.

In seiner Bamberger Rede stellt er zuerst seinen Assistenten und Gehirnparasiten Victor Bartunek vor um dann mit seiner Rede einen Kraftakt zu beschwören.
Worte sind Magie und mächtiger als jede Waffe.

Gute Überhaltung!

Information am Rande:
Zwischen 1870 und 1940 haben in Europa sogenannte Völkerschauen statt gefunden. Dreihundert nichteuropäische Menschen wurden bei diesen Veranstaltungen öffentlich vorgeführt.
Im Jahr 1958, 13 Jahre nach Ende des zweiten Weltkrieges, hat in Belgien der letzte dieser Menschenzoos statt gefunden. Man findet im Internet Bilder wie Menschen ein kleines, afrikanisches Mädchen über einen Zaun mit Bananen füttern.
Am 15. Dezember 2005 hatte die Zirkusshow „Afrika, Afrika“ von Andre Heller in Frankfurt am Main Premiere. Seitdem haben über vier Millionen Menschen dieses Spektakel, wo sich afrikanische Frauen und Männer vor den Augen von vorwiegend europäischen und amerikanischen Frauen und Männern verrenken und entblößen, gesehen. Nachdem einige Artisten den Produzenten mit Vorwürfen des Rassismus, der Ausbeutung und des neokolonialistischen Verhaltens konfrontierten, trennte sich Andre Heller von der Show um dann im Oktober 2013 damit wieder auf Tour zu gehen.
Das wäre nicht zu thematisieren, wenn es auch Afrikaner gäbe, die in Afrika Shows unter dem Titel „Europa, Europa“ veranstalten, wo dann Europäer für die Abendunterhaltung von Afrikanern sorgen. Das gibt es aber nicht.
Der Gedanke hat aber seinen Reiz. Was würde ein Afrikaner zu sehen bekommen, wenn es darum geht, ihm den Kontinent Europa und unsere Lebensgefühl in zweieinhalb Stunden mit Pause näher zu bringen?
Gewiss, große Erfinder und Denker, Dichter und Maler, bedeutende Musiker, all das hat Europa zu bieten.
Aber sind das die Exporte die ein durchschnittlicher Afrikaner zu sehen, hören oder zu spüren bekommt? Oder jemand der im arabischen Raum lebt?
Was von der europäischen Kultur diesen Menschen näher gebracht?
Es ist zu befürchten, diese zweieinhalb Stunden europäischer Unterhaltung wären wohl nicht jugendfrei.
Oder was wäre wenn jemand eine Unterhaltungsshow macht die den Titel „Amerika, Amerika“ trägt um so die Geschichte und das Lebensgefühl der Amerikaner darzustellen.
Wo fängt dieser Abend historisch an?
Wird die Besiedlung Amerikas durch Europäer auch thematisiert werden?
Besiedelung ist sehr nobel gewählt, wenn man den Umgang mit den amerikanischen Ureinwohnern betrachtet. Aber nobel, das ist doch eine Tugend unserer wunderbaren Zivilisation die es zu verteidigen gilt.
Und es ist nicht nobel, hier jetzt schlecht über Amerika zu reden. Amerika ist gerade nicht da und kann sich nicht verteidigen.
Kehren wir also unseren eigenen Dreck, bleiben wir zuhause, bleiben wir in Europa und somit sowieso auch irgendwie bei Amerika.

Gruppe42.com

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Gruppe42 folgt der Poetik von Aristoteles. Über die Komödie wollen wir bestehende Verhältnisse in den Grundfesten erschüttern, über die Tragödie wollen wir die Herrschaft des Volkes festigen. Ein Versuch und ein Anfang - ein Urknall ganz ohne Gott.



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