Wintergemüse und Co. – Ernte im Februar

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Wintergemüse und Co. – Ernte im Februar

Ernten im Februar? Für Norbert Schmäling selbstverständlich. Denn alles, was heute in seinem Korb landen soll, braucht Kälte.

Austernseitlinge
Zuerst hat es der Gärtner auf einen abgestorbenen Stamm auf seiner Obstwiese abgesehen. Genauer: auf die aus dem Stamm wachsenden Austernseitlinge. Das eigentliche Pilzgeflecht steckt im Stamm, geerntet werden die Fruchtkörper. Die bilden sich erst bei niedrigen Temperaturen. Norbert Schmäling hat die Pilze im letzten Jahr von einem Experten bestimmen lassen und kann sich daher sicher sein, dass es sich wirklich um Austernseitlinge handelt.

Haferwurzeln
Weiter geht die Ernte. In Norbert Schmälings Garten in Oberthulba sollen die Haferwurzeln (Tragopogon porrifolius) aus dem Boden. Die hat der Gärtner vor gut einem Jahr ausgesät und sie dann sich selbst überlassen. Haferwurzeln schmecken besonders gut, wenn sie Frost ausgesetzt waren. Ihr Geschmack ist nussig-herb und erinnert an Austern. Im Englischen heißt die Haferwurzel daher auch „oyster plant“. Ihre jungen Blätter kann man ebenfalls verwenden, sie eignen sich für Salate. Haferwurzeln sind robust, brauchen in der Hauptwachstumszeit aber ausreichend Wasser.

Chicorée
Für das nächste Gemüse geht´s in den Keller. Hier lagern bei unter 5 Grad Chicoréewurzeln. Die hat Norbert Schmäling im Herbst ausgegraben, damit er über den Winter die Blattschöpfe ernten kann. Dafür setzt der Gärtner die Wurzeln in feuchte Erde und stellt sie bei 16 bis 20 Grad in den dunklen Heizungskeller. Die Dunkelheit ist entscheidend, sonst wird Chicorée ungenießbar. Bis zum erntereifen Stadium brauchen Chicorée etwa 20 Tage.

Die Krautmiete
Die letzte Ernte für heute stammt aus der Gemüsemiete. Im November hat Norbert Schmäling hier ausgereifte Krautköpfe verkehrt herum eingegraben.
Weißkraut, Blaukraut und Kohlrabi hat Norbert Schmäling auf diese Weise konserviert. Einige der Kohlköpfe haben allerdings braune Stellen bekommen. Norbert Schmäling vermutet, dass das mit dem milden Winter zu tun hat. Bei Kälte lassen sich die Krautköpfe in so einer Miete problemlos lagern. Norbert Schmäling entfernt die äußeren braunen Blätter, denn im Innern sind die Köpfe noch absolut genießbar.

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