Wikileaks: Al Kaida und die Taliban aus Saudi-Arabien finanziert

Wie die über Wikileaks veröffentlichten Daten und Protokolle des US-Außenministeriums belegen, weiss die US-Regierung seit langem, dass Saudi-Arabien, Kuwait, Katar und weitere verbündete Monarchien der arabischen Region organisierte (para)militärische Attentäter und Milizen (“terroristische Gruppen”) weltweit finanziert. Man zeigt sich darüber schwer “besorgt” in Washington. Und das schon seit Jahren.

“Es ist eine permanente Herausforderung Saudi Arabiens Beamte davon zu überzeugen die von Saudi Arabien ausgehende Finanzierung von Terrorismus als eine strategische Priorität zu behandeln.”

Diese vielsagende Aussage, die gestern die “New York Times” zitierte, stammt von US-Außenministerin Hillary Clinton persönlich und wurde in einem als geheim klassifizierten Memo des Außenministeriums im Dezember 2009 archiviert. Clinton weiter: “Gelder aus Saudi-Arabien sind die bedeutendste Quelle der Finanzierung von sunnitischen terroristischen Gruppen weltweit”.

Epilog: Heute morgen glänzte Frank-Walter Steinmeier (SPD) im “Morgenmagazin”. Seit 1998 war er als Kanzleramtsleiter Gerhard Schröders für die Kontrolle der Geheimdienste zuständig und leistete über den Kosovokrieg, dem 11.September (offiziell von zeitweise durch die deutschen Geheimdienste beobachtete Attentäter mit Wohnsitz in Hamburg), der kleinen Curveball-Geschichte des BND von angeblichen Massenvernichtungswaffen im Irak, bis hin zur Aufrüstung in Afghanistan seinem Kanzler immer gute Dienste.

Auch setzte der heutige SPD-Fraktionsführer von 2005-2009 in der großen Merkel-Koalition als Außenminister mit der fast geglückten Entsendung von Bodentruppen in den Libanon während des Einmarsches der besorgten Israelis 2006, mit den danach flux verabschiedeten diversen Terrorgesetzen Ende 2006, mit Geheimdienst-Vollmachten, BKA-Gesetz, Internetsperren, Vorratsdatenspeicherung, versuchtem Einsatz des Militärs im Inneren, undundund, seine glänzende Karriere als echter deutscher Sozialdemokrat weiter fort.

Heute morgen nun war auch Frank-Walter wieder einmal schwer besorgt. Was Wikileaks da alles anrichte im Nahen und Mittleren Osten. Also die hätten ja gar keine Ahnung, “wie sehr Friedens- oder Stabilisierungsbemühungen in schwierigen Regionen wie dem Nahen Osten und dem Mittleren Osten von den Enthüllungen negativ betroffen seien.” Man muss es eben nur wissen. Man muss es nur wissen.

1. ARD Morgenmagazin, 06.12.2010 /// 2. Artikel der Seite von Radio-Utopie.de vom 06.12.2010

Quelle und den ganzen Artikel weiterlesen bei:
http://Radio-Utopie.de/2010/12/06/us-regierung-al-kaida-und-taliban-aus-saudi-arabien-finanziert/

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    Yolando Pennigton
    Zuschauer

    Es gibt keinen arabischen Staat in Form einer Demokratie. Der Libanon könnte unter Umständen so ein demokratischer Staat werden, wenn er nicht fremdbestimmt wäre. Im Libanon und später in Somalia sind US-amerikanische Interventionen katastrophal gescheitert. Woher kommt in der heutigen Zeit dieser kritiklose Optimismus her? In Libyen würde eine Demokratie aufgestellt, wenn die USA dort “Schützenhilfe” leistet. Einen Vorteil haben von der Kriegsfaszination der Vereinigten Staaten von Amerika tuen dann doch nur Austatter für den Gastronomiebedarf oder allgemein die Volkswirtschaft. Aber vielleicht ist das auch so gewollt.

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