Wie viel Krieg verträgt der Frieden? | Paris-Berlin, die Debatte (Diskussion)

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Wie viel Krieg verträgt der Frieden? Angesichts des fortwährenden NATO-Einsatzes in Afghanistan stellen sich immer mehr Menschen in Deutschland und Europa diese Frage. Ist unsere Freiheit tatsächlich in Gefahr und ist die Strategie der NATO in Afghanistan sinnvoll? “Paris-Berlin, die Debatte” sucht Antworten auf diese aktuellen Fragen, die Gesellschaft und Politik spalten.

Der NATO-Einsatz in Afghanistan wird immer mehr zur Gretchenfrage: Gesellschaft und Politik sind gespalten, Kriegsfalken und Friedenstauben stehen sich unversöhnlich gegenüber. Ist unsere Freiheit wirklich am Hindukusch zu verteidigen? Und wenn ja, mit welchen Mitteln? Können Soldaten überhaupt zivile Aufbauarbeit leisten?

Oder geraten sie aufgrund ihres Status nicht zwangsläufig zwischen die Fronten? Ist Kriegführen überhaupt die richtige Strategie? Oder sollten unsere Länder eher auf Diplomatie setzen? Doch lassen sich “asymmetrische Konflikte” überhaupt mit den bekannten Mitteln der Diplomatie bewältigen? Was kann Prävention bewirken? Wo stehen die nächsten Konflikte an?

Die Gäste: Reinhard Erös kommt direkt aus Afghanistan in unsere Sendung. Der ehemalige Bundeswehroffizier ist dort seit 1985 als Arzt und Aufbauhelfer tätig. Er verurteilt den Einsatz am Hindukusch auf Schärfste.

Bruno Tertrais ist Experte für Geopolitik und Konfliktforschung. Der französische Politologe verteidigt Kriegseinsätze, wenn diese im Rahmen des Völkerrechts stattfinden. Und er benennt die nächsten Krisenherde.

Der Krieg gehört zur menschlichen Existenz, sagt Cora Stephan. Darum sollten wir ihn nicht verdrängen, sondern öffentlich diskutieren. Nur so könne man einen eingehegten Krieg– also völkerrechtlich geregelt und begrenzt — führen.

Der Theologe und DDR-Bürgerrechtler Friedrich Schorlemmer ist überzeugter Pazifist. Er lehnt das Engagement der Bundeswehr in Afghanistan ab und fordert eine zivile Strategie und die Entfeindung des Gegners.

Thea Dorn und ihre Gäste diskutieren bei “Paris-Berlin, die Debatte” über diese
brennenden Fragen. Paris – Berlin, die Debatte (Frankreich, 2009) ARTE, 26.11.2009
Quelle: http://Arte.tv/de/programm/242,day=6,dayPeriod=night,week=48,year=2009.html

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      Claudia Wädlich
      Zuschauer
      Aus meiner Erfahrung als Überlebende des Anschlags von Luxor, die ich 1998 schon erkannt habe, dass die USA einen Vorwand brauchen, um Afghanistan zu bombardieren und dies in einem Dokument damals gesichert habe, ist der Einsatz der Bundeswehr im Rahmen der Natostrukturen eine geradezu fantastische Möglichkeit für die USA, über verdeckte Anschläge gegenüber der Bundeswehr, Druck auf die Bundesregierung wegen anstehender Politikentscheidungen von hoher Tragweite auszuüben, wie bei der gegenwärtigen Diskussion um den Atomausstieg in Berlin. Die USA benötigen Plutonium für ihre Atombomben, ein Abfallprodukt in der friedlich genutzten Kernenergie. Ist es da ein Zufall, dass der Anschlag jetzt in… Mehr anzeigen »