Wie Medien Krieg machen. Marko Jošilo und Eva Herman im Interview bei Michael Vogt

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Eva Herman und Marko Jošilo im Gespräch mit Michael Friedrich Vogt. Im Film “Wag the Dog” aus dem Jahr 1997 inszeniert der US-Amerikanische Präsident mit Hilfe von Filmproduzenten und Medien einen fiktiven Krieg, um im Präsidentschaftswahlkampf von persönlichen Problemen abzulenken. Mag dieses spezielle Szenario zwar fiktiv sein, so ist es die generelle Vorgehensweise aber keineswegs.

Der ARD-Reporter und Buchautor Marko Jošilo, geboren in Sarajevo, beobachtete als TV-Journalist absolut ähnliche und mit der Hollywoodfiktion vergleichbare Vorgänge im Jugoslawien-Krieg der 1990er Jahre. Dieser Konflikt verwandelte innerhalb kurzer Zeit ein multi-ethnisch funktionierendes, blühendes Land Europas in ein düsteres (und zudem radioaktiv durch die westliche Uranmunition verseuchtes) Trümmerfeld. In seinem Buch “Wie Medien Krieg machen” schildert Marko Jošilo, wie Politiker und Journalisten gemeinsam einen Plan schmiedeten, der den Betroffenen natürlich vorenthalten wurde und der gegen sie gerichtet war. Marko Jošilo enthüllt Fakten über global agierende Kriegstreiber in Redaktionen, Parlamenten und Geheimdienstabteilungen, die die Vernichtung eines Volkes, seiner Kultur und Tradition auf der Agenda hatten – und im großen Stil auch umsetzten, und das im Namen von Freiheit, Demokratie, Menschenrechten und westlichen Werten.
Eva Herman schrieb das Vorwort zum Buch von Marko Jošilo. Sie selbst war 25 Jahre bei den deutschen Mainstreammedien aktiv, davon 17 Jahre als Nachrichtensprecherin der Tagesschau. Aus ihrer langjährigen Erfahrung kann sie die propagandistische Rolle der Medien bestätigen. Seien es die Kriege im Irak, Syrien, Afghanistan, Libyen oder aktuell in der Ukraine, stets nehmen die Medien eine bedeutende Rolle bei der Manipulation der Bevölkerung ein. Wie diese Manipulation funktioniert und wie es dazu kommt, daß sich unzählige Journalisten wider besseres Wissen daran beteiligen, erläutert sie im Gespräch mit Michael Vogt.
Eva Herman fiel es während Ihrer Tätigkeit bei den Mainstreammedien zunehmend schwer, sich an dieser Art von „Journalismus“ zu beteiligen. Ihre immer kritischere Einstellung führte letztendlich auch zum “Karriereende” im Mainstream. Heute setzt sie sich wie Marko Jošilo und viele andere wirklich kritische Journalisten mutig für die Wahrheit ein und klärt die Bevölkerung über die Mechanismen der Medien und der hintergründige Machtstrukturen auf.
Aktuelle Umfragen belegen die Erfolge solcher Arbeit. Das Vertrauen in die Mainstreammedien ist bei der Bevölkerung in den letzten Jahren massiv gesunken. Die Menschen lassen sich nicht länger belügen und nehmen die Propaganda kaum noch ernst, und sie artikulieren das in einem immer deutlicheren und heftigen „Shitstorm“ auf den Mainstreamseiten dann, wenn ein Artikel oder ein TV-Bericht als besonders verlogen oder als reine NATO-Propaganda oder Auftragsarbeit des Finanzsystems empfunden wird.




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