Widerstand im Nationalsozialismus | Geschichte

Widerstand im Nationalsozialismus | Geschichte

Die Flugblätter der „Weißen Rose“ im Wortlaut findest du hier: http://www.bpb.de/geschichte/nationalsozialismus/weisse-rose/61008/die-flugblaetter-im-wortlaut

Ohne die breite Unterstützung der deutschen Bevölkerung hätten die Nationalsozialisten ihr Regime nicht etablieren können. Trotzdem gab es auch eine Menge Menschen in Deutschland, die sich gegen die Nationalsozialisten und ihre Ideologie stellen und einige die sogar aktiv Widerstand im Nationalsozialismus leisteten. Politische Gegner werden allerdings von den Nazis brutal verfolgt. Viele Menschen, die Widerstand gegen die Nazis leisten, werden deshalb vorsichtig oder verlassen sogar das Land. Gefährlichen Widerstand gegen Hitler gibt es anfangs eigentlich nur in den eigenen Reihen. Mit dem sogenannten Röhm-Putsch schaltet er seinen Konkurrenten Ernst Röhm und dessen Kampftrupp SA aus. So gelingt es Hitler auch seine andere Konkurrenz, die Reichswehr auf seine Seite zu ziehen. Die Reichswehr begrüßt die Ausschaltung der SA und wird vom neuen Reichskanzler Hitler weiter ausgerüstet und nach dem Tod des Reichspräsidenten Hindenburg sogar auf Hitler vereidigt und in Wehrmacht umbenannt. Trotzdem gibt es in der Armee Widerstand gegen Hitlers Kriegskurs. Der Generalstabschef des Heeres, Ludwig Beck tritt aus Protest gegen Hitler zurück. Es gibt sogar Pläne innerhalb der Armee, Hitler zu stürzen. Doch mit der steigenden Beliebtheit Hitlers wird das immer schwieriger. Hitlers Vernichtungskrieg in der Sowjetunion führt aber zu Widerstand bei einzelnen Wehrmachtsmitgliedern. Der Oberst Henning von Tresckow ist geschockt von dieser Art der Kriegsführung und schließt sich dem militärischen Widerstand im Nationalsozialismus um Ludwig Beck an. Ab 1942 versucht von Tresckow ein Attentat auf Hitler zu verüben – ohne Erfolg. Doch dann lernt Tresckow den Oberstleutnant Claus Schenk Graf von Stauffenberg kennen, der sich ebenfalls dem Widerstand anschließt. Gemeinsam verändern sie einen Notplan der Nazis so, dass das Ersatzheer führende Nazis verhaften würde, nachdem die Verschwörer Hitler ermordet haben. Der Plan trägt den Namen Operation Walküre. Der militärische Widerstand im Nationalsozialismus besteht aber keineswegs nur aus Menschen, die eine liberale Demokratie einführen wollen. Viele Mitglieder des militärischen Widerstandes im Nationalsozialismus haben aus unserer heutigen Sicht bedenkliche politische Ansichten. Es geht auch nicht allen Mitgliedern des Widerstands darum, den nationalsozialistischen Völkermord zu verhindern. Viele von ihnen erkennen, dass der Krieg nicht zu gewinnen ist und hoffen auf Friedensverhandlungen nach Hitlers Tod. Doch wieder scheitern mehrere Attentate auf Hitler. Am 20. Juli 1944 platziert Stauffenberg persönlich eine Bombe im Führerhauptquartier, doch wieder schlägt der Anschlag fehl. Der Umsturzversuch scheitert und die Verschwörer fliegen auf. Mehr als 200 Menschen werden hingerichtet. Aber auch außerhalb des Militärs gab es Widerstand im Nationalsozialismus. Ein Beispiel ist die Gruppe „Weiße Rose“. Der Kern der Gruppe besteht aus Studierenden und einem Professor aus München. Die „Weiße Rose“ verteilt in München und der Umgebung Flugblätter und ruft zum Widerstand gegen die Nazis auf. Sophie Scholl, ein Mitglied der „Weißen Rose“ wird 1943 dabei entdeckt wie sie Flugblätter des Widerstands verteilt. Nur wenige Tage später wird sie gemeinsam mit ihrem Bruder Hans und einem anderen Mitglied der „Weißen Rose“, Christoph Scholl hingerichtet. Auch Einzelpersonen leisteten Widerstand im Nationalsozialismus. Zum Beispiel der Handwerker Georg Elser, der schon 1939 versuchte, Hitler mit einer Bombe zu töten. Der Unternehmer Oskar Schindler hingegen leistete gewaltfreien Widerstand und rettete über 1000 jüdische Zwangsarbeiter vor dem Tod. Einige tausend deutsche Bürger sollen der Forschung zufolge aktiv Widerstand im Nationalsozialismus geleistet haben.

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