Wenn die Seele leidet | Wege aus der Depression oder in die Medikamention?

Favorit

Seelennot ist zu einer Volkskrankheit geworden. Das Massenleiden gibt es in unterschiedlichen Ausprägungen. Es tritt bei jungen und alten Menschen auf. Bis zum Jahr 2020 könnte die Depression die zweithäufigste Erkrankung weltweit sein, nur noch übertroffen von den Herz-Kreislauf-Krankheiten.

Depressive sind meist emotionslos, antriebslos, hoffnungslos, appetitlos und schlaflos. Depression ist eine schwere Krankheit. Sie belastet die Menschen, die sie erfasst hat, extrem, und endet im schlimmsten Fall mit Selbstmord.

Die Ärztin Silke Gatzert litt vor zwei Jahren so schwer an einer Depression, dass sie in die Klinik musste. Inzwischen kann die Mutter von zwei kleinen Kindern wieder arbeiten. Anders Reinhard Gielen musste seinen Job in der Baubehörde aufgeben. Bei ihm wurde eine manisch-depressive beziehungsweise bipolare Störung festgestellt.

Das bedeutet, das man sich manchmal alles zutraut und dann plötzlich wieder gar nichts. Mit seiner Erkrankung kommt der Architekt einigermaßen zurecht. Auch die Schauspielerin Claudia Claus ist an dieser Art von Depression erkrankt. Lange Zeit war sie hochgradig selbstmordgefährdet.

Jetzt kann sie als Autorin arbeiten und hat ein Theaterstück über psychisch Kranke auf die Bühne gebracht. Manuela Denia hat ihre Depression lange mit Alkohol bekämpft. Inzwischen hat sie zwei Entzüge hinter sich und ist wieder trocken.

Da es ihr wieder besser geht, traut sich die Steuerfachgehilfin auch wieder aus dem Haus und hat sogar eine Selbsthilfegruppe gegründet. Rolf Sieck musste wegen seiner Erkrankung bereits mit Mitte 50 in Rente gehen. Um sein Selbstwertgefühl zu stärken, ist er ehrenamtlich tätig.

Anmerkung der Redaktion:

Burnout ist keine Volkskrankheit sondern eine Systemkrankheit des Kapitalismus.

Leider wird ihnen das kaum ein Medium verraten, da Sie dann nicht mehr als Schuldiger ausgemacht werden können und die Menschen dann die eigentliche Ursache dieser „scheinbaren“ Volkskrankheit suchen werden.

Leider ist auch erschreckend wie die Kette des Glaubens an diese Krankheit sein Bild verhärtet (siehe 14. Minute und 43. Sekunde: Zitat: „Erst einmal ist die Claudia viel offensiver mit „der Krankheit“ umgegangen.“ Ergo: Auch andere Menschen übernehmen das Glaubensbild an diese Krankheit und sehen die scheinbar betroffenen Menschen als „offensiv“, sobald diese die „scheinbare Krankheit“ als eine „reale Krankheit“ angenommen haben.

Dies jedoch ist kein Beweis für eine Krankheit, welche nur im Einzellfall zum Ausbruch kommt und bei welcher der gesellschaftliche Druck einer kapitalistischen Wachstumszwang-Gesellschaft ausgeschlossen werden kann. Viel mehr liegt der Anstieg dieser Scheinkrankheit nur am aktuellen End-Zyklus der westlich-kapitalistischen Gesellschaft welcher etwa alle 80 Jahr eintritt und den Bürgern immer als Krise verkauft wird.

Dies zu lösen ist jedoch nicht möglich in dem sich ein Mensch ein paar Wochen Ruhe gönnt bzw. umfangreiche Therapien über sich ergehen lässt, sondern nur über einen größeren Systemwechsel. Ergo: Damit sind aktuell alle Lösungen für diese Scheinkrankheit nur eine „temporäre Lösungen“.

Übrigens kann Ihnen dann auch keiner mehr Medikamente als „Lösung“ verkaufen, da sie die eigentliche Ursache beheben werden wollen. Dies wiederrum würde einen enormen Systemwandel mit sich bringen, was aktuell den meisten Massenmedienbesitzern / Anteilseignern sowie einigen anderen wohl eher weniger gefallen wird.

Siehe dazu auch den Beitrag: Wertelehre 6: Burnout: Die innere Kapitulation vor der Dualität!
https://videogold.de/wertelehre-burnout-die-innere-kapitulation-vor-der-dualitaet-teil-6/

Wenn die Seele leidet | Wege aus der Depression oder in die Medikamention?
Seele Wege Depression Medikamention




2 Antworten zu „Wenn die Seele leidet | Wege aus der Depression oder in die Medikamention?“

  1. Avatar von happi
    happi

    @Stephan
    Bitte nochmal die Anmerkung der Red. lesen!

    Ich kann gut verstehen, dass du mit den Medikamenten erstmal zufrieden bist.
    Eine Lösung des/der Probleme ist dies jedoch KEINENFALLS.

    Ich empfehle sich mit dem Leben eingenhender zu beschäftigen,
    dann merkt man wie man belogen wird/wurde und
    man kann lernen Werte für sich zu definieren und danach zu Leben.
    Dann ist auch die Medikation überflüssig ;-)

    Beste Grüße & alles Gute

    happi

  2. Avatar von Stephan
    Stephan

    Hallo,
    ich möchte als Betroffener zu dieser polarisierenden und ernsthaft unkundigen Meinung der Redaktion hier etwas hinterlassen.
    Ich selbst leide seit meinem 13.Lebensjahr, also bereits seit 20 Jahren an einer Depression mit immer wiederkehrenden und auch immer stärker werdenden Phasen, bis hin zu Wochenlangen Selbstmordphantasien. Ich habe nie begriffen, was mit mir nicht stimmt und habe meine Krankheit geheimgehalten, notfalls Ausreden gesucht und mich in schweren Zeiten zurückgezogen.
    Das sind typische Symtome einer schweren Depression.
    Zu der Krankheit gehören Angstzustände, eine Art geistige Verwirrung, die sich in negativen Gedanken, aber eben auch oft in einer Scham äußert, diese Krankheit zu zu geben, was vor allem daran liegt, daß man sich selbst als absolut Wertlos wahrnimmt.
    Es gibt auch noch zahlreiche andere Symptome, wie starke Hemmungen (bis hin zur Unfähigkeit einfachste Dinge zu erledigen) und vor allem zumindest der Wunsch zu sterben, da der Zustand einfach unerträglich ist, sich aber Monate und Jahre hinziehen kann.
    Die meißten Menschen, die keine schwere Depression erlebt haben, können sich das nicht vorstellen, geschweige denn nachvollziehen.
    Es handelt sich dabei nicht etwa nur um eine anhaltende Verstimmung oder eine längerzeitige Überforderung.
    Die Wurzeln dieser Krankheit sind vielschichtig.
    Zum einen wurde herausgefunden, daß die Menschen mit schwerer Depression oft einen genetische Disposition dazu haben(was aber noch nicht bedeutet, daß die Krankheit auch wirklich ausbrechen muß). Vielmehr sind dann die Lebensumstände entscheidend. Vor allem das familiäre Umfeld, also die Qualität der zwischenmenschlichen Bindungen, vor allem die Eltern-Kind-Beziehung, aber auch das Miteinander im autonomen Umfeld. Wenn diese Faktoren bereits negativ vorgeprägt sind, ist es auch durchaus möglich, daß eine starke Belastungssituation, die Krankheit Depression auslösen.
    Mir haben die Medikamente bisher sehr gut geholfen. Da ich erst vor einiger Zeit ine ine ärztliche Behandlung kam. Ohne die Medikamete, bin ich sicher, wäre ich wohl schon tot.(Selbstmord!)
    Ich möchte noch zum Thema Kapitalismus dazu etwas loswerden. Ich selbst finde den Kapitalismus als sehr schlechtes und zerstörerisches System. Sicher trägt auch der immer größer werdende Konkurenzkampf und die Verlagerung von Zwischenmenschlichen Interessen, auf materielle, dazu bei, daß einige immer unfähiger werden, Grundsätzliches wie Mitgefühl, Fürsorge und Verständnis, zu zeigen oder sogar zu entwickeln.
    Doch sind Depressionen keine neuen psychischen Krankheiten.
    Der Bourn-Out ist auch nur eine Depression, bei der dir Erkrankten ihre Wertlosigkeitsgehühle mit besonderer Leistung(Hoffnung auf Anerkennung) kompensieren wollen, dann bis zum Zusammenbruch.
    Also, die Krankheit existiert sehr wohl. Ich selbst bin heilfroh, daß es eine Behandlung auch mit Medikamenten gibt. Und ich muß der Redaktion klar und deutlich sagen, daß sie mit solch unqualifizierten Aussagen, nur Schaden anrichten, und selbst sie selbst hier das Mittel der Manipulation anwenden, wo sie eigentlich diese Vermuten.
    Bitte die Kirche im Dorf lassen, bzw. wissen, von was man schreibt!
    Schöne Grüße

Schreibe einen Kommentar