Wasser ist ein Menschenrecht (KenFM vom 09.03.2013)


Dass diese Erkenntnis erst durch eine Resolution der UN fixiert werden musste, sagt viel. Sehr viel. Z.B. über die geistige Verfassung eines Planeten, der – von weitem betrachtet – blau ist, da der größte Teil seiner Fläche von Wasser bedeckt wird. Ist das bekannt? Wer hatte die Idee zu dieser Wasser-Resolution? Der Westen, ein Hightechland? Eine Nation mit einer gut ausgebauten Wasserversorgung? Fehlanzeige. Der Vorschlag kam von Bolivien und wurde 2010 der UNO vorgelegt.

33 Staaten unterstützten den Vorschlag unmittelbar und plädierten dafür, das Recht auf sauberes Wasser in die Allgemeine Menschenrechtserklärung aufzunehmen. Als es zur Vorlage in der UNO-Vollversammlung kam, stimmten 122 der 163 Anwesenden dafür. Prima? Irgendwie nicht. Statt dieses Ergebnis abzufeiern, muss man sich folgende Fragen stellen: Wer war denn eigentlich dagegen? Wer hat sich GEGEN sauberes Wasser als Menschenrecht ausgesprochen?

Menschenrechte sind kostenlos. Jeder Staat MUSS sie zur Verfügung stellen. Wer also wollte exakt das NICHT? Wer witterte schon damals in dieser UNO-Resolution eine Gefahr für sein Geschäftsmodell? Das auf Privatisierung setzte und setzt. Man sollte beim Wort “privatisieren” immer darauf hinweisen, woher dieses Wort kommt. Aus dem Lateinischen. Es bedeutet u.a. „berauben”…

Wer also sah, als er in der UNO GEGEN sauberes Wasser als Menschenrecht stimmte, seinen Chance wachsen, die Menschen auch auf diesem Gebiet zu „berauben”? Die Welt des Flaschenwassers wird schon heute von nur DREI Konzernen beherrscht: Coca Cola, Pepsi und Nestlé.

Wasser ist ein Menschenrecht (KenFM vom 09.03.2013):
Wasser ist ein Menschenrecht (KenFM vom 09.03.2013)

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