Warum uns das Streben nach Konsistenz manipulierbar macht (29.08.2012)

Es ist ein Bedürfnis des Menschen als stabile Persönlichkeit wahrgenommen zu werden. Kaum jemand gilt gerne als wankelmütig oder unzuverlässig. Daher halten wir uns – nicht zuletzt um bei den anderen einen guten Eindruck zu hinterlassen – meistens an die Regel: “Wer A sagt muss auch B sagen”. Aber eben jene Neigung, sich an diese Regel zu halten, kann ausgenutzt werden um uns zu manipulieren. Für Fragen und Feedback über unsere Internetseite www.psychologiederschule.de

Im zweiten Teil des Referats erzähle ich unter anderem wie ich die foot-in-the-door-Technik am eigenen Leib erfahren habe und wie die throwing-a-low-ball-Technik von manchen Autoverkäufern eingesetzt wird. Außerdem stellen wir uns der Frage: Können diese erwiesenermaßen wirksamen Manipulationstechniken auch von den Medien eingesetzt werden oder fehlen dazu entscheidende Rahmenbedingungen?

Literatur:
Aronson, E., Wilson, T. D., & Akert, R. M. (2007). Sozialpsychologie (6. Auflage). München: Pearson.
Cialdini, R. B. (2007). Die Psychologie des Überzeugens. Bern: Hans Huber.
Freedman, J.L. & Fraser, S.C. (1966). Compliance without pressure: The foot-in-the-door technique. Journal of Personality and Social Psychology, 4, 195-203.
Howard, D.J. (1990). The influence of verbal responses to common greetings on compliance behavior: The foot-in-the-mouth effect. Journal of Applied Social Psychology, 20, 1185-1196.
Newby-Clark, I.R., McGregor I., & Zanna, M.P. (2002). Thinking and caring about cognitive inconsistency: When and for whom does attitudinal ambivalence feel uncomfortable? Journal of Personality Social Psychology, 82, 157-166.
Sherman, S.J. (1980). On the self-erasing nature of errors of prediction. Journal of Personality and Social Psychology, 39, 211-221.
Young, F.W. (1965). Initiation ceremonies. New York: Bobbs-Merril.

Warum uns das Streben nach Konsistenz manipulierbar macht (Audio-Podcast vom 29.08.2012):
Warum uns das Streben nach Konsistenz manipulierbar macht Audio-Podcast 2012

Psychologie lernen

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Offensichtlich gibt es eine enorme Kluft ("Knowing-Doing-Gap") zwischen den Erkenntnissen aus der wissenschaftlichen Forschung und dem pädagogischen Handeln von manchen Lehrern und Eltern. Was bringt all die psychologische Forschung wenn wir sie nicht benutzen?
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