Vortrag von Martin Lejeune zum internationalen Jahr der Solidarität mit dem palästinensischen Volk

Martin Lejeune arbeitet seit über 10 Jahren als Reporter im In- und Ausland, vor allem für etablierte Print- und elektronische Staatsmedien. Besonders der Nahe Osten, Syrien, Israel und Palästina waren die letzen Jahre Orte, an denen er sich verstärkt aufhielt.
Während des jüngsten Gaza-Krieges 2014 war Lejeune Vorort und wurde Zeuge, wie Hunderttausende Zivilisten zwischen die Fronten gerieten. Auf die Kassam-Raketen der Hamas antwortete die israelische Besatzungsmacht mit einem 53-tägigen
Militärschlag, ausgeführt von einer Armee, die zu den besten der Welt gehört.

Den Preis des Krieges musste allen voran der Zivilist in Gaza bezahlen. Da es keine Schutzbunker gibt und die rund 2 Millionen Menschen Gaza nicht verlassen können, wurden über 2000 Menschen durch die israelische Vergeltung getötet. Ganze Stadtteile machte die israelische Armee buchstäblich dem Erdboden gleich.
18.000 Häuser wurden zerstört, 100.000 Menschen obdachlos, 25.000 zum Teil schwer verletzt. Lejeune war mit Kamera während der Kämpfe vor Ort. Was er an Kriegsverbrechen sah, sagte er später in Brüssel vor dem Russel-Tribunal aus. 

Als der Palästinensische Ärzte- und Apothekerverband sich Ende 2014 in Berlin traf, hielt Lejeune einen Vortrag über das, was er in Gaza gesehen hatte. 

KenFM filmte diesen Vortrag, um einer breiten Öffentlichkeit die Möglichkeit zu geben, 
sich selber ein Bild zu machen.

Ist die Reaktion der israelischen Regierung auf den hundertfachen Beschuss mit Kassam-Raketen der Hamas noch unter dem Begriff Verteidigung abzubuchen, konkret – ist die Verhältnismäßigkeit der Mittel noch gewahrt?
Oder aber haben wir es hier mit einem klassischen Kriegsverbrechen zu tun, das 
international geächtet gehört und juristische, aber auch diplomatische Konsequenzen haben sollte? 

Der Wiederaufbau Gazas wäre dringend nötig, um die humanitäre Katastrophe nicht noch weiter auszudehnen. Ohne das Go der Besatzungsmacht darf aber nicht einmal Zement geliefert werden.
Gaza ist und bleibt ein Ort, an dem Menschenrechte nur bedingt Gültigkeit haben.
Wie lange will die Welt diesem Ausnahmezustand noch tatenlos zusehen?
Der Vortrag von Martin Lejeune sollte jeden Menschen sehr nachdenklich stimmen.

Vor allem aber die Bürger der Bundesrepublik Deutschland.
Die Regierung Merkel befand selbst den Gaza Krieg nicht als Grund, um aktuelle Waffenlieferungen an Israel zumindest auf Eis zu legen, sondern lieferte während der Kämpfe Kriegsmaterial im Wert von 600 Millionen an das gelobte Land, wobei Deutschland der Regierung von Netanjahu zusätzlich 30% des eigentlichen Kaufpreises erlies.
Dieses Rüstungsgeschenk wurde damit vom deutschen Steuerzahler erbracht. Ob dieser dann Probleme in Bezug auf die deutschen Rüstungskontrollgesetze erkennen muss, ist der Kanzlerin offensichtlich egal. Frau Merkel findet einen Weg, der deutschen Rüstungsindustrie zu mehr Umsatz zu verhelfen. Tausend Tote in Gaza scheint Merkel einfach auszublenden. Staatsräson à la Merkel beinhaltet offenkundig Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Der Bericht von Lejeune zeigt ungeschönt, was auch deutsche Waffen wieder anderen Völkern antun.
Wer dazu schweigt, macht sich mitschuldig.

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