Unterdrückte Vorrede Friedrich Schiller “Die Räuber” 1781

Die Räuber Friedrich Schiller – Die Räuber – 1781

Schiller ein Feuerwerk der Worte, der nur mit Hintergrundwissen um das Geschehene, Aufgeschriebene und Überlieferte in seinem Sinne verstanden werden kann. Es geht nicht darum wie das ICH die Worte gerne hören wöllte. Glaubt nicht, die Wahrheit sein noch nie gesagt worden. Jede Zeit formulierte die immer selbe Wahrheit der Worte eigenen Zeit. Sie wurde leider nie verstanden, sondern immer nur vom kleinen Geist in die falsche Wahrheit interpretiert – auf dass die eigentliche Wahrheit niemand je erkenne.

Der Pöbel (damit ist nicht nur der “Gassenkehrer” in Sinne von Schiller gemeint), ist sich selber sein größter Feind. Er macht die Elite, auf dass die Elite die eigentliche Freiheit, die der Pöbel sich wünscht, in die Flucht schlage.

“Es ist nun mal so in unserer Welt, dass die Guten mit den Bösen schattiert werden … wer sich den Zweck vorgezeichnet hat, das Laster zu stürzen und Religion und Moral und bürgerliche Gesetze an ihren Feinden zu rächen, ein solcher muss das Laster in seiner nackten Abscheulichkeit enthüllen und in seiner kolossalischen Größe vor das Auge der Menschheit stellen. … das Laster löst in Fransen die verworrenen Schauer des Gewissens in ohnmächtiger Abstraktionen auf.

Skelettiert die richtende Empfindung und scherzt die ernsthafte Stimme der Religion hinweg. Wer es einmal so weit gebracht hat, ein Ruhm den wir ihm nicht beneiden, seinen Verstand auf Umkosten seines Herzens zu verfeinern. Dem ist das Heiligste nicht heilig mehr. Dem ist die Menschheit, die Gottheit, nichts. Beiden Welten sind nichts in seinen Augen. …. Vielleicht hat der große Bösewicht, keinen so weiten Weg zum großen Rechtschaffenen, als der kleine. Denn die Moralität hält gleichen Gang mit den Kräften und je weiter die Fähigkeit desto weiter und ungeheurer ihre Verirrung, desto inputabler ihre Verfälschung.

Bei Schillers “Räuber” wird der Herrschersohn demokratisch zum Räuberkönig gewählt. Des Weiteren ist die Zeit zu berücksichtigen, in der das Drama geschrieben wurde (1781). Die Franz. Revolution war von 1789 – 1799)

Schiller unterscheidet zwischen Religion und der wahren Moral. Das Laster erhält bei “Die Räuber”, das Laster des göttlichen. Die Dramatik wird Weib genannt.

Keine Übung zum Textverständnis:
“Auch ist der Mensch, der ganz Bosheit ist, kein Gegenstand der Kunst und äußert eine zurückstoßende Kraft, statt dass er die Aufmerksamkeit der Leser fesseln sollte. Man würde umblättern, wenn er redet.

Edle Seele erträgt so wenig anhaltende moralische Dissonanzen, als das Ohr das Gekritzel eines Messers auf Glas.

Dies ist eine Librivox-Aufnahme:
http://librivox.org/die-rauber-ein-schauspiel-by-friedrich-schiller/

da capo – Spielanweisung – “von vorne beginnen”
Abdera ist das antike Schilda – Lallenburg
Demokrit – griechischer Philosoph der in Abdera wohnte
Hypokrate = Mediziner

Wasser ersäuft und Perle konfisziert werden …

2. Auflage – “Ein Meister der Musik hat mein Stück umgesetzt und ich bin überzeugt, dass man den Text über der Musik vergessen wird.” :-D

Wirtschaft des Lasters … auch der Bösewicht zum Werkzeug ihrer Absichten und Gerichte brauchen … Euro Keuronfuih (Politprofiler)

Politprofiler

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Ich bin nur ein Mensch, der sich bemüht alles frei von Religionen, Ideologien, Weltanschauungslehren, festgeschriebenen Werten und parteilichen Grundeinstellungen zu sehen. Sie verfälschen die Wahrnehmung der Realität. Ich werde keiner Schablone entsprechen, egal welche man für mich bereithält.

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