Über schlechte Löhne und gutbezahlte Bullshit-Jobs

Über schlechte Löhne und gutbezahlte Bullshit-Jobs

Trotz Vollzeitbeschäftigung arbeitet heute jeder fünfte Arbeitnehmer in Deutschland im Niedriglohnsektor, wie die jüngste Studie der Hans-Böckler-Stiftung zeigt (https://bit.ly/32URsVJ). Das ist ein Skandal, den vor allem die Politik zu verantworten hat, die durch die Flexibilisierung des Arbeitsmarktes in den vergangenen Jahrzehnten reguläre Beschäftigungsverhältnisse immer weiter aufgeweicht und vernichtet hat. Befristete Arbeitsverträge, Leiharbeit, Werkverträge, Minijobs – die modernen Formen der Ausbeutung haben unterschiedlichste Ausprägungen und verdrängen mehr und mehr reguläre Beschäftigungsverhältnisse, die ein planbares und sozial abgesichertes Leben ermöglichen. Auch die Digitalisierung verändert die Arbeitswelt rapide, bedeutet in vielen Bereichen Stellenabbau, aber auch Beschleunigung, Arbeitsdruck und Kontrolle der Arbeitnehmer. Während Freiberufler und Beschäftigte in Kultur, Medien und den Start-Ups der urbanen Zentren den Wandel und die Modernisierung der Arbeitswelt oft als Chance für einen individuellen Lebensstil empfinden, bedeutet er für viele Berufsgruppen: geringere Löhne, fehlende Tarifverträge, keine soziale Absicherung. Wo die Vereinzelung von Beschäftigten zunehmend dominiert, bspw. bei Kurier-, Uber- oder Amazon-Fahrern, werden starke Gewerkschaften fast unmöglich. Die daraus entstehenden prekären Arbeitsbedingungen betreffen jedoch nicht nur Ärmere und Geringverdiener – der Wandel der Arbeit bedeutet Abstiegsängste für weite Teile der Bevölkerung. Doch diese Entwicklung fällt nicht vom Himmel – Die Politik der letzten Jahrzehnte trägt dafür Verantwortung und muss die Frage gerechter Löhne und sicherer Arbeitsverhältnisse wieder ins Zentrum der politischen Auseinandersetzung rücken. Welche Rolle linke Politik in dieser Situation spielen muss, warum viele Arbeiter sich nicht mehr durch linke Parteien vertreten fühlen und was die Begriffe “Klasse”, “Ausbeutung” und “Klassenkampf” heute bedeuten, diskutiere ich in der Sendung “Bauerfeind” in “ARD-One” mit dem Buchautor Christian Baron:

Zur ganzen Sendung: https://www.ardmediathek.de/video/bauerfeind-die-show-zur-frau/bauerfeind-ueber-die-neue-arbeiterklasse/one/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLWVjMGRkYjRlLTVkNTYtNDFmYi04YzIxLWNiNWQ3MGMyNzE3OQ/

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