Trailer VOM MYTHOS DER ERLÖSENDEN GEWALT

Trailer VOM MYTHOS DER ERLÖSENDEN GEWALT

Schnitt Trailer: Lieselotte Höfler, Johanna Tschautscher

regie JOHANNA TSCHAUTSCHER
foto/musik GERALD HÖFLER
sprecherin MARGOT HRUBY
texte WALTER WINK

mit prof. GEORG STEINS, prof. THOMAS NAUERTH, pfarrer/seminarleiter/buchautor ANDREAS EBERT, trainerin für gewaltfreie kommunikation, weinhändlerin LAUREEN KOCH, schwester OSB. benediktinerinnen dinklage MONICA LEWIS pädagogin, erzieherin, pax christi dinklage MONIKA WESSELS, gewaltberater, ehe-und familienberater diözese Linz kath. Kirche OÖ KLEMENS HAFNER-HANNER

INHALT:
Das Götterkind Marduk tötet seine Mutter und formt aus ihrem Leib den Kosmos. Dem Ursprung der Welt geht im babylonischen Schöpfungsmythos „Enuma Elish“ Grausamkeit und Gewalt voran. Die in Babylon gefangenen Juden schreiben den alttestamentlichen Schöpfungsmythos in dem jeder Tag gut ist. Das Alte Testament steht dem Mythos der schöpferischen Gewalt seither diametral gegenüber.

Der Theologe Walter Wink zählt zu den zehn wichtigsten amerikanischen Theologen.

Er beschäftigte sich dreißig Jahre mit den Mächten und ihren Mythen und fragte dabei nach Engeln, Dämonen, dem Geist von Gemeinden, Institutionen und Nationen. In der Bürgerrechtsbewegung aktiv demonstrierte Wink gegen die amerikanischen Interventionskriege, reiste in Chiles Militärdiktatur und schmuggelte Bücher über gewaltfreie Methoden, die er „den dritten Weg Jesu“ nennt, nach Südafrika. Er erlebte dabei konkret Gottes Wirken. Der „Engel einer Nation“ wird für ihn mehr als reine Metapher.

DVD erhältlich über www.johanna-tschautscher.eu

Regiestatement:

Nicholas Shaxson interviewte für sein Buch „Schatzinseln“ den Londoner Pfarrer William Champbell Taylor, der auf jene Organisation stößt, die den Londoner Finanzplatz verwaltet: Die London Corporation. Ihr oberstes Organ „Der Lord Mayor“. William Taylor teilt die Vorstellung eines amerikanischen Theologen, Walter Winks, Institutionen, Unternehmen, Nationen, Familien und auch das städtische Wasserwerk haben alle eine „Spiritualität“, die entweder dem Ganzen dient oder einem Götzen. Der Pfarrer äußert, wir befänden uns heute in den Fängen von etwas „Dämonischen“. Institutionen halten es am Leben. Keine Einzelpersonen, wir alle wären Teil davon. Doch man solle vielleicht über manche Dinge nicht sprechen.

Ein paar Jahre später brachten die Professoren Georg Steins und Thomas Nauerth aus Osnabrück Walter Winks Buch „Verwandlung der Mächte“ heraus. In diesem Buch spricht Walter Wink die „gewissen Dinge“ an. Er untersuchte das Alte und Neue Testament, um Antworten und sprachliche Fassungen zu erhalten, mit welchen unsichtbaren „Mächten und Gewalten“ Menschen vor zwei- und dreitausend Jahren und heute in einer aufgeklärten Welt koexistieren. In vier Büchern spricht er von Herrschaftssystemen, dem Mythos der erlösenden Gewalt, von damaligen wie heutigen Bürokratien und einer undefinierbaren Macht von Institutionen, die sich verselbstständigen. Schließlich untersucht er Jesus und seinen Umgang mit den damaligen Besatzern und Herrschern: Dem römischen Imperium.

Den vielen Parallelen zu heute und dem ernsthaften Versuch Walter Winks herauszufinden ob es tatsächlich einen Gott gibt und wie er mit uns kommuniziert und wir mit ihm widme ich zusammen mit meinen Gesprächspartnern und meinem Team einen Essayfilm, der mich in die Tiefen von „Gottes Ökonomie“ geführt hat.