Teaser: Projekt „Bärensuppe“: Eine Begegnung zwischen Raphael Fellmer und Bilbo Calvez

Das gesamte Gespräch ist ab dem 26. Juni auf KenFM zu sehen.

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„Glücklich ohne Geld“ heißt das Buch von Raphael Fellmer, der fünfeinhalb Jahre ganz ohne Geld gelebt hat. Glücklich. Ja, wenn man von anderen zum Überleben so offensichtlich abhängig ist, wird einem bewusst, wie herzlich andere sein können. Freundlich muss man natürlich auch sein – oder werden – und obwohl Raphael sicher früher schon sehr freundlich war, ist seine Herzlichkeit und Wärme überwältigend.

Während seines persönlichen Geldstreiks hat Raphael außerdem ein besonderes Auge für unseren ökologischen Fußabdruck und für alles, was verschwendet wird, entwickelt. Wir leben im Überfluss, es ist nicht nur genug für alle da, sondern mehr als genug. Was überproduziert wird, landet im Müll. Das, was verschwendet wird, wieder in Umlauf zu bringen ist die Mission, die Raphael auf sich genommen hat. Damit niemand mehr hungern oder draußen in der Kälte schlafen muss. Ein Traum, für den sich Raphael schon als Kind unbedingt einsetzen wollte.

Angefangen hat er mit der Lebensmittelretten-Bewegung, später würde er Mitbegründer von „Foodsharing“. Sein neues Projekt „Unity“ soll nun Menschen vernetzen, damit nicht nur Essen, sondern alles Mögliche geteilt wird. Raphael sagt mit seinem strahlenden Lächeln: „Die elementarsten Dinge unseres Leben, sei es Freude, Liebe – wenn wir es teilen, haben wir nicht weniger davon, sondern mehr.“

Teilen lernen. Definitiv ein unumgänglicher Schritt zu einer geldlosen Gesellschaft.

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Dieses Gespräch ist Teil des Kunstprojektes „Die Bärensuppe“.
Die Auseinandersetzung mit der Vision einer geldlosen Gesellschaft, genauer beschrieben einer dezentralen, nicht monetären Open-Source-Anarchie, bildet den Kern des Projektes.

Die Suppe, der Topf, das Zusammenkommen an einer sozialen Feuerstelle ist dabei die Metapher für eine Gesellschaft, die wieder Empathie statt Ellbogen zum Ziel hat. In die Bärensuppe gibt man, was man will und kann. Herausnehmen darf man, was man braucht und möchte. Gezählt, verglichen oder bewertet wird nicht. Alle „essen“ von der gleichen Suppe, also soll sie schmecken und sie soll für alle ausreichend hergeben. Es geht um das Wiederentdecken des Urvertrauens und um das Erfahren, dass wir alle in unserem tiefsten Inneren miteinander verbunden sind, auch wenn wir es vergessen haben.

Das Projekt „Die Bärensuppe“ besteht zuerst aus einem visuellen Anteil, Interviews mit Menschen, die anders mit Geld umgehen als gewöhnlich. Pioniere dieser in den Augen vieler dringend notwendigen Wende, oder Menschen, die durch ihr Handeln diese Transition ankündigen, vorbereiten, einleiten oder schon leben.

Der andere, analoge Teil, in Form einer Kunstausstellung, wird in Berlin in der Galerie Lite-Haus im September 2016 und im Jugendklub Königstadt im November 2016 präsentiert. Die Besucher werden durch das Agieren in zwei interaktiven Installationen dazu geführt, sich dem Impact des Geldes in ihrem eigenen Leben bewusst zu werden. Die interaktive Hauptinstallation, in dem geldlosen Bereich des Ausstellungsortes, wird den Besuchern die Möglichkeit geben, gegenseitiges Vertrauen zu beobachten und dieses auch selbst zu üben.

Die Ausstellung soll darüber hinaus einen schützenden Rahmen bieten, wo man sich mit diesem Thema, was allergische Reaktionen bei den meisten Menschen auslöst, in Ruhe annähern kann.

Andere Interviews der Bärensuppe:

Weiterführende Links:
http://www.raphaelfellmer.de
https://foodsharing.de
https://project.yunity.org
http://www.baerensuppe.berlin
https://www.facebook.com/groups/1432650360282037/

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