Tarantinos surreales Theater der Grausamkeit als postmoderne Popkultur

Filmexploratorium von Wolfgang Petroll (Dozent für Film und Medienästhetik, Lehrbeauftragter am ZAK) mit Filmzitaten von Quentin Tarantino

Ist Tarantino der postmoderne Urenkel der Surrealisten? Sein zitatenreicher Filmstil, zwischen Commedia dell’Arte und Gore/Splatterfilm, läßt sich mit Bildern und Texten aus dem Umfeld des Surrealismus vergleichen, etwa mit Artauds „Theater der Grausamkeit“ oder Buñuels Filmexperimenten. Eine Vielzahl von Vergleichspunkten findet sich etwa in der französischen Zeitschrift für Kunst, Archäologie und Ethnographie “Documents” (1929/30 hrsg. v. Georges Henri Rivière und Georges Bataille), in Beiträgen von Bataille, Michel Leiris, Carl Einstein, Marcel Mauss, Sergej Eisenstein u.a. – Anhand von Filmzitaten aus „Reservoir Dogs“, „Pulp Fiction“, „Kill Bill“, „Death Proof“, „Inglourious Basterds“, „Django Unchained“ werden Parallelen und Unterschiede deutlich. Das erlaubt es, Tarantino im Netzwerk eines umfassenden kultur- und filmgeschichtlichen Hintergrunds zu verorten und so weitere Verständnis-Ebenen zu erschließen.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Traumfabrik #10: TARANTINO UNCHAINED. Retrospektive Quentin Tarantino

Weitere Informationen: http://www.zak.kit.edu/Traumfabrik.php#exploratorium

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Aktuelle Videos von Vorträgen und Veranstaltungen des ZAK | Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft und Studium Generale am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Mit seinen Aktivitäten im Bereich Öffentliche Wissenschaft vermittelt das ZAK einem interessierten Publikum komplexe Forschungsthemen in verständlicher Form. Als zentrale wissenschaftliche Einrichtung des KIT bietet es darüber hinaus Studierenden aller Fakultäten Zugang zu interdisziplinären Lehrangeboten und beschäftigt sich in kulturwissenschaftlichen Forschungsprojekten mit Interkulturalität, Wissenschaftskommunikation und kulturellem Erbe.



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