Tagesdosis 8.3.2018 – GroKo-Dialektik: Krieg ist Frieden

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Tagesdosis 8.3.2018 – GroKo-Dialektik: Krieg ist Frieden

Ein Kommentar von Bernhard Loyen.

Von 1946 bis 1948 arbeitete George Orwell an seinem Klassiker 1984[1]. Ein bekannteres Zitat aus dem Buch lautet: Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaverei, Unwissenheit ist Stärke. Weiterhin Fiktion, oder inzwischen bedauernswerte Realität? Münzen wir diesen Orwellschen Klassiker nach 70 Jahren doch mal auf die Gegenwart um.

Unwissenheit ist Stärke aus dem Ministerium für Wahrheit bedeutet heute: ARD & ZDF, Bundespressekonferenz, Maischberger, Maybritt Illner, Politbarometer, Bild Zeitung, Super RTL.

Freiheit ist Sklaverei aus dem Ministerium für Überfluss bedeutet heute: Hartz 4, Niedriglohnsektor, befristete Arbeitsverträge, Wohnungsmangel, Altersarmut, Kinderarmut.

Krieg ist Frieden aus dem Ministerium für Frieden bedeutet heute: GroKo. Seitdem die vaporisierte Gemeinschaft von SPD Mitgliedern halbherzig einem Weiter-so zugestimmt hat, vermeldet die Bundesregierung umgehend, wir sichern weiterhin den Frieden, den wir durch unsere Waffenexporte und stationierten Soldaten weltweit garantieren. Neusprech aus dem Hause Orwell in Vollendung.

Die Informationen an die Bürger für diese Woche lauten so: Die Zeit vermeldet online: Gabriel soll Waffenhersteller Rheinmetall geholfen haben. Als Wirtschaftsminister soll Sigmar Gabriel in Indien zugunsten des Rüstungskonzerns interveniert haben. Nach Medienberichten bat Rheinmetall das Ministerium um Hilfe[2]. Tags darauf folgender Hinweis: Die Bundesregierung will den größten und gefährlichsten Auslandseinsatz der Bundeswehr, die Beteiligung am UN-Einsatz in Mali, ausweiten. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur und beruft sich auf einen Brief von Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) und Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) an die Vorsitzenden der Bundestagsfraktionen. Am Mittwoch soll das Kabinett über die Truppenaufstockung entscheiden[3].Telepolis informiert ebenfalls diese Woche: Mehr deutsche Soldaten für den Irak und Afghanistan. Die neue und alte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen drängt darauf, dass die deutsche Bundeswehr bei immer mehr Auslandseinsätzen mitmischt und dass bestehende Einsätze ausgebaut werden.

Gegenwärtig sind 3600 Bundeswehrsoldaten in Europa, Asien und Afrika sowie im Mittelmeer und am Horn von Afrika eingesetzt. Am 15. März soll der Bundestag schnell noch sein Ja zur Fortsetzung bzw. Aufstockung der Mandate in Afghanistan und im Irak geben, auch wenn der Zustand der Bundeswehr verheerend und ihr Material erschöpft ist, zudem gibt es weder in Afghanistan noch im Irak eine über das Militärische und die Stützung der existierenden Regierung hinausgehende politische Strategie[4][5].

Politische Strategien? Wofür und vorallem für wen? Haben die Kriege der letzten 25 Jahre, aktiv wie passiv unterstützt durch unsere Regierung, irgendwo etwas anderes hervorgerufen, ausser Chaos, Perspektivlosigkeit, Elend, Hass, Verzweiflung, Mord und Totschlag? Die Antwort kann nur ein schlichtes Nein sein. Wurde aus irgendeinem Krisengebiet, ein Friedensgebiet. Schon wieder lautet die Antwort Nein. Bedeutet Krieg unwillkürlich Frieden?

Wie bestellt passt zu den Plänen der Regierung, folgendes Umfrageergebnis von Ende Februar 2018: Gut sieben Jahre nach Aussetzung der Wehrpflicht will die Mehrheit der Deutschen laut einer Umfrage, dass es künftig erneut einen Pflichtdienst gibt. 66 Prozent der Befragten sprachen sich in einer repräsentativen Befragung des Marktforschungsinstituts Splendid Research für eine Änderung am aktuellen System aus. Die Autoren der Umfrage begründeten die hohe Zahl der Befürworter eines Pflichtdienstes auch damit, dass viele Befragten ihren Dienst in der Vergangenheit in guter Erinnerung behalten hätten. Die Wehrpflicht für Männer war 2011 ausgesetzt worden[6]. Wer es denn glauben mag.

Die Bürger, die Wähler von aktuell SPD & CDU müssen jeden Tag auf das Neue mit Fakten konfrontiert werden, auch wenn sie allgemein bekannt sind. Die Angriffsministerin von der Leyen fordert die Väter, Mütter, Söhne & Töchter ihrer Wähler zu kriegerischen Einsätzen. Ihre eigenen Kinder brauchen das nicht zu tun[7]…weiterlesen hier: https://kenfm.de/tagesdosis/

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