Tagesdosis 7.3.2019 – Die DDR hat’s nie gegeben

Tagesdosis 7.3.2019 – Die DDR hat's nie gegeben

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Ein Kommentar von Bernhard Loyen.

Das heutige Bild der Tagesdosis zeigt den Tag des Jahres 2009, als auf diesem Platz im Herzen Berlins der Palast der Republik endgültig verschwunden war. Ein unbekannter Bürger brachte es durch ein Graffiti brilliant auf den Punkt. Die DDR hat’s nie gegeben.

Im Jahre 2006 startete der sogenannte Rückbau. Es war in Wahrheit ein politisch motivierter Abriss. Er sollte das letzte Symbol der Existenz der DDR in der ehemaligen Hauptstadt dieses Landes tilgen. Der Palast der Republik beinhaltete nicht nur eine der modernsten und weltweit bewunderten Musikhebebühnen. Er war Treffpunkt für die Bürger. Vier Restaurants, Bars, Theater und – Konzertsäle, eine Bowling Bahn, Ausstellungen, eine Post.

Schon im Wiedervereinigungsjahr 1990 wurde der Palast auf immer verschlossen. Vorgeschoben wurde eine vermeintlich zu hohe Asbestbelastung, die sich später als nicht höher als im Westberliner ICC herausstellte. Der wahre Anlass für den Abriss bestand aus zwei Gründen.

Grund Nr. 1: zu den o.g. Einrichtungen gehörte auch die Volkskammer der DDR, die ebenso ihren Platz in diesem Hause hatte und diese Tatsache entsprechend an der Palast Fassade durch einen Schriftzug ersichtlich war. Der Hauptgrund bestand in der späten Rache für die 1950 erfolgte Sprengung jenes Gebäudes, welches vor dem Palast der Republik am gleichen Platze stand. Dem Berliner Stadtschloss, Sitz der Hohenzollern. Nun erwiderte man den Abrissgegnern das Argument der Wiederherstellung der historischen Mitte Berlins, durch den Bau des Humboldt – Forums. Diese schlechte Kopie ist der Bundesregierung bis dato knappe 600 Millionen Euro wert (1).

Am Dienstag dieser Woche wurde der Tod des ehemaligen Büroleiters von Hans-Dietrich Genscher und langjährigem FDP Mitglieds Klaus Kinkel bekannt gegeben. Kinkel war ab 1979 für vier Jahre Präsident des Bundesnachrichtendienstes der BRD. Er erhielt durchgehend lobende Worte, bezüglich seines Wesens und seiner politischen Laufbahn.

Christian Lindner von der FDP ließ wissen, Zitat: Er war ein aufrechter und bescheidener Mann mit Charakter (2). Heiko Maas resümierte, Zitat: Unser Land verliert einen großen Liberalen und Kämpfer für Rechtsstaat & Demokratie. Er trug viel dazu bei, dass das wiedervereinigte Deutschland seinen Platz in der Welt fand und in Frieden und Respekt mit seinen Nachbarn lebt (3). Seine Nachfolgerin im Justizministerium Leutheusser-Schnarrenberger erläutert, Zitat: Die FDP-Politikerin erinnerte an Kinkels Rolle bei der Deutschen Einheit, als er die unterschiedlichen Rechtssysteme vereinigen half. “Als überzeugtem Liberalen stand für Kinkel dabei immer fest, dass der Schutz der Grundrechte handlungsleitend sein sollte“(…)(4) Die Zeitung Die Zeit erinnert, Zitat: Nach dem Machtwechsel zu Schwarz-Gelb im Jahr 1982 wechselte er ins Justizministerium, zunächst als Staatssekretär, dann als Minister. In dieser Funktion war er nach dem Fall der Mauer auch am deutsch-deutschen Einigungsvertrag beteiligt (2).

Nun werden einige Leser und Hörer sich fragen, wen interessiert das? Wir erleben in diesem Jahr im Monat November das dreißigjährige Jubiläum des sog. Mauerfalls. Ob sie dann gefallen ist, gestürmt oder geöffnet wurde möge in einer anderen Tagesdosis erläutert werden. Gehen wir bei Herrn Kinkels Tätigkeiten, seinen Leistungen zur Deutschen Einheit etwas ins Detail. Kein Nachruf zitierte einen wesentlichen Baustein, den Fahrplan, das Regelbuch aus dem Ministerium Kinkel…weiterlesen hier: https://kenfm.de/tagesdosis-7-3-2019-die-ddr-hats-nie-gegeben/

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