Tagesdosis 26.10.2019 – Der Pharmazeutische Massenmord – Opioid-Krise in den USA

Den vollständigen Tagesdosis-Text (inkl ggf. Quellenhinweisen und Links) findet ihr hier: https://kenfm.de/tagesdosis-26-10-2019-der-pharmazeutische-massenmord-opioid-krise-in-den-usa/

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Ein Kommentar von Hermann Ploppa.

Diese Woche kam es wieder einmal zu einem vorgerichtlichen Vergleich in den USA. Dort sind ja so genannte Sammelklagen möglich. Das heißt: wenn viele Tausend Amerikaner einen Schaden erlitten haben, dann können sie alle vereint gegen den Verursacher des Schadens klagen. Dabei kann es um astronomische Summen gehen. Im aktuellen Fall klagten zwei Verwaltungsbezirke im US-Bundesstaat Ohio gegen drei Pharma-Großhändler (1). Streitwert: 48 Milliarden Dollar. Und die Frage ist, ob man den erlittenen Schaden, der an unbescholtenen US-Bürgern verübt worden ist, überhaupt mit Geld allein wieder gutmachen kann. Denn die legalen Pillen-Dealer tragen eine Mitschuld an dem Tod von 400.000 Menschen in den Vereinigten Staaten von Amerika. Die Käufer der Droge Oxycontin waren süchtig geworden. Zudem hatte Oxycontin die Atmung gelähmt und die Menschen waren elend erstickt. Man schätzt, dass in den USA aktuell 95 Millionen Menschen regelmäßig Schmerzmittel einnehmen, also beinahe ein Drittel aller US-Bürger. Und 2.7 Millionen Menschen gelten als süchtig nach den legalen Pillen. Mittlerweile müssen schon Großeltern die Aufzucht der Enkelkinder übernehmen, weil ihre Kinder aufgrund der Drogensucht zur Kindererziehung nicht mehr in der Lage sind (2). Die Pillensucht überfordert die Notdienste ganzer Regionen, wie die in den USA eigentlich sehr gewogene Wochenzeitung ‘Die Zeit’ zu berichten weiß:

„Vielerorts können Notärzte nicht mehr schnell genug auf die Vielzahl an Anrufen reagieren; in Ohio müssen die Opfer einer Überdosis inzwischen immer wieder in gekühlten Wohnwagen gelagert werden, weil die Leichenhallen überfüllt sind.“ (3)

Nun, in der hier verhandelten Sammelklage einigte man sich diese Woche darauf, das Verfahren einzustellen. Statt der 48 Milliarden Dollar zahlen die drei Pillengroßhändler an die Geschädigten freiwillig eine Summe von 260 Millionen US-Dollar. Sie tun dies und legen Wert auf die Feststellung, dass sie keinerlei Schuld am Massenmord an ihren Kunden anerkennen werden…weiterlesen hier: https://kenfm.de/tagesdosis-26-10-2019-der-pharmazeutische-massenmord-opioid-krise-in-den-usa/

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