Tagesdosis 2.8.2017 – Feinstaubgate: Gesundheit schützen, Luftqualität verbessern

Ein Kommentar von Rüdiger Lenz.

Der Diesel-Gipfel ist da, heute! Endlich! Es geht mal wieder um Feinstaub, um Diesel. Um Betrug.

Um den Feinstaub aus den Innenstädten fern zu halten, damit die Luftqualität verbessert wird und um die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen. Das hören wir soeben aus allen Nachrichten-Kanäle, deutschlandweit. Bläht sich da gerade eine neue Lobby auf? Hört sich ja cool an. Man gibt sich dynamisch, interessiert. Als Hüter von Gesundheit und Luftreinheit. Toll!

Daimler, Audi, VW und Porsche sollen sich seit den 1990er Jahren „geheim“ abgestimmt haben, um Kosten zu sparen. Die ganz ganz bösen Autohersteller, über die jetzt jeder herfallen darf, weil sie den feinen Staub nicht filtern, sondern ihn in die Umwelt abblasen, sind jetzt unsere Feinde im Inneren!

Dieser Kommentar soll nicht vom Diesel handeln, vom sogenannten Betrug der Autoindustrie. Dieselausstoß, so umweltfreundlich er ausgestoßen wird, er ist umweltschädigend, wie so vieles, was wir produzieren oder konsumieren und verbrauchen. Das wissen die Meisten längst und fühlen sich nur noch am Nasenring der Vollverblödung vorangezogen. Soll heißen: Die Meisten durchschauen das Spiel. Daher möchte ich die Aufmerksamkeit auf die Verdummmachung legen und einen Vergleich anstellen, der die Aufgeklärtheit vieler aufzeigt und bestätigt. Vielleicht dient dieses Beispiel dann der weiteren Aufklärung und als Effekt dafür, wie klug wir alle von Hause aus sind. Wir lassen uns nämlich kein A für ein U vormachen. Und darum geht es!

Unabhängig davon, dass wir belogen und betrogen werden, nicht nur von der Autobranche, will ich hier eine andere Geschichte erzählen. Eine Geschichte über Feinstäube der ganz anderen Art. Resümieren wir zunächst, um den größten Feinstaubskandal der Welt etwas näher an uns ran zu lassen. Er wird keineswegs von der Automobilindustrie produziert. Aber der Reihe nach:

Die 15 größten Seeschiffe der Welt stoßen jährlich mehr schädliche Schwefeloxide aus als alle 760 Millionen Autos weltweit. Sie fahren mit Schweröl. Denn Schweröl bleibt beim Raffinieren als Abfall übrig und wird billig auf dem Markt angeboten. Es enthält 3500 Mal so viel Schwefel, wie im Straßenverkehr Europas erlaubt ist. 40.000 Handelsschiffe sind auf den Weltmeeren unterwegs. Die Kreuzschiffe sind nicht besser: Auch sie verfeuern Schweröle. 80 Prozent von ihnen haben noch nicht einmal eine Abgasreinigung, eine AU. Aber Gott sei Dank gibt es ja, wie bei der Uranmunition, keinen Wind der den ganzen Feinstaub zurück auf das Land und die Kontinente treibt. Alles bleibt fabelhaft, mit einem Blick auf die FABEL.

Panzer und viele Militärfahrzeuge fahren mit Diesel und stoßen Feinstaub aus. Aus allen Auspuffrohren sowie den Rohren der NATO-Panzer selbst werden höchst gefährliche Feinstäube ausgestoßen und in Explosion gebracht: Todesstaub sozusagen, Deadly Dust. So nennt ihn der Filmemacher Frieder Wagner. Er ist ebenfalls ein Feinstaubexperte, besser ein Feinstaubgasexperte. Stäube sind die gröbere Variante von Gasen. Und einfache Gase sind wiederum eine gröbere Variante von Nanostäuben. Gase und Stäube sind das Gleiche. Ihre physikalischen Reaktionen hingegen sind unterschiedlich. Vor allem, wenn sie Nanogase sind. Wenn Uranmunition zur Explosion gebracht wird, entstehen die gefährlichsten Nanogase überhaupt. Sie sind bei weitem gefährlicher für Mensch und Umwelt, als Dieselstaub. Uranmunition wird übrigens auch aus Abfällen produziert, die bei der Herstellung von Uranstäben für die Kernkraftindustrie anfallen. Was Abfälle angeht, so werden die Menschen einfallsreich, wie wir sehen.

Radioaktiv verseuchter Nanostaub, besteht aus so kleinen Partikeln, dass diese mühelos die Poren der Haut durchdringen und die Zellen zerstören. Bis hin zu den Stammzellen und den Genen. Wir riechen sie nicht, wir fühlen sie nicht, wir hören sie nicht. Dieselabgase hingegen stinken sehr. (weiterlesen auf unserer Homepage www.kenfm.de)

Quelle

1 https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/taeterperspektive

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