Tagesdosis 18.12.2019 – Cenk Uygur: Der Jungtürke greift an!

Tagesdosis 18.12.2019 - Cenk Uygur: Der Jungtürke greift an!

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Ein Kommentar von Florian Kirner.

Der Sender „The Young Turks“ ist das Flaggschiff der digitalen Medien, weltweit. 2002 als Radioshow begonnen und seit 2005 im Internet zu sehen, hatte der Sender bereits im Oktober 2009 150 Millionen Zuschauer erreicht.
Längst sind „The Young Turks“ das größte digitale Mediennetzwerk der Welt. Auf YouTube liegt die Zahl der Abonnenten alleine im Hauptkanal bei 4,5 Millionen. Die Zahl der Zugriffe geht auf die fünf Milliarden zu – dabei verfügt „TYT“ über mehrere Kanäle und wird außerhalb von YouTube noch weitaus häufiger angesehen.

Gegründet hat „The Young Turks“ der türkisch-stämmige Moderator Cenk Uygur. Der war einst beim liberalen Fernsehsender MSNBC engagiert und hatte dort eine eigene Show. Als er begann, Barack Obama massiv zu kritisieren, wurde er aufgefordert, seinen Ton zu mäßigen. Als er das verweigerte, bot man ihm für diese Mäßigung eine Geldsumme an. Als er die ebenfalls ablehnte, wurde die Show eingestellt.

Daraufhin gründete Uygur seinen eigenen Sender im Internet, der ein Riesenerfolg wurde. Diese so ähnlich aus Deutschland ebenfalls bekannte Geschichte erhält nun eine faszinierende Wendung: Cenk Uygur hat nämlich erklärt, als Kongressabgeordneter zu kandidieren.

Er tut das im 25. Wahlbezirk Kaliforniens. Dieser ist derzeit vakant, weil die bisherige Abgeordnete Katie Hill nach einer ziemlich widerlichen Schmutzkampagne zurücktrat. Der Demokratin Hill wurde zunächst von dem den Republikanern nahestehenden Blog „The Red States“ vorgeworfen, eine Affäre mit einem jüngeren Mitarbeiter gehabt zu haben. Anschließend wurden Nacktfotos von Hill veröffentlicht. Die Sprecherin des Hauses Nancy Pelosi ging daraufhin auf Distanz zu Katie Hill und die trat zurück.

Der ganze Vorgang ist ein unschönes Beispiel für die hochmoralische Verlogenheit, mit der das Privatleben politisch unliebsamer Frauen in den USA zu einer Waffe gemacht wird – während Sexualskandale ganz anderer Dimensionen, die Männer mit Macht und Prominenz betreffen, konsequent vertuscht werden, wie im Falle Jeffrey Epstein – oder juristisch abgebogen, wie soeben im Falle Harvey Weinstein.

So kommt es nun also zu einer gesonderten Nachwahl im 25. Wahlbezirk Kaliforniens am 3. März – und das ist auch das Datum des sogenannten „Super-Tuesday“, also jenem Tag in den demokratischen Vorwahlen, an dem diesmal gleich fünfzehn Bundesstaaten ihre Vorwahlen abhalten. Darunter ist 2020 erstmalig auch der delegiertenstarke Staat Kalifornien, der bisher weit hinten im Vorwahlkalender lag.

Dass Cenk Uygur seinen Hut in den Ring geworfen hat, ist nun ausgesprochen bedeutsam. Denn Uygur ist einer, der keine Konfrontation scheut, was ihn von den allermeisten Demokraten in Kongress und Senat unterscheidet.

Die haben es beispielsweise gerade fertig gebracht, dem von Donald Trump vorgeschlagenen Militärhaushalt sang- und  klanglos zuzustimmen. Immerhin hat Bernie Sanders den Wehretat abgelehnt – als einziger der derzeitigen Präsidentschaftsbewerber, übrigens.

Ist das nicht eigenartig? Demselben Donald Trump, gegen den gerade ein Impeachement-Verfahren angestrengt wird, genehmigen die Demokraten eine Steigerung der Militärausgaben um 300 Milliarden Dollar über die kommenden zwei Jahre? Demselben Trump, den man zum gefährlichsten Präsidenten aller Zeiten erklärt?

Für Cenk Uygur ist die Ursache eindeutig. Sie liegt für ihn darin, dass Demokraten und Republikaner von denselben Großspendern finanziert werden…weiterlesen hier: https://kenfm.de/tagesdosis-18-12-2019-cenk-uygur-der-jungtuerke-greift-an/

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Bildhinweis:  Debby Wong / Shutterstock

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