Tagesdosis 18.10.2018 – Wohlfühloasen

Den vollständigen Text, inklusive aller Quellen und externer Links zu entsprechenden Hinweisen in der Tagesdosis findet ihr hier:
https://kenfm.de/tagesdosis-18-10-2018-wohlfuehloasen/

Ein Kommentar von Bernhard Loyen.

Seit Samstag scheint die Sonne irgendwie anders in Deutschland. Breiter, strahlender, schöner. Nicht nur der güldene Herbst, nein, zwei Ereignisse sind dafür zu verorten. Die #Unteilbar Demo in Berlin vom Samstag und der Ausgang der Bayern Wahl vom Sonntag letzter Woche.

Die Gesellschaft, zumindest viele Bürger zeigen sich zufrieden, bzw. zutiefst beruhigt. Geht doch, also mit der Demokratie und dem eingeforderten Verständnis bei entsprechender Eigendefinition.

Wohlfühloase 1: Die Bayern Wahl. Das Ergebnis wird als Stimmungsbarometer kommender Landtagswahlen gewertet. Ende Oktober wird in Hessen gewählt. Die Medien vermelden ein großes Comeback der Grünen. Warum jedoch 17,5% Wahlergebnis, bei 72,4% Wahlbeteiligung wiedermal als herausragend dargestellt werden bleibt ewiges Rätsel der Menschheit. Anders formuliert, zweitstärkste Wählervereinigung waren erneut die Nichtwähler mit imposanten 27,6%. Diese Menschen werden medial ignoriert. Sind nicht existent. Ihre Beweggründe interessieren die Haus – und Hofmedien der Rundfunkanstalten schlicht nicht. Unbekanntes Deutschland.

Oberflächlich betrachtet verlief das alles optimal für diejenigen Betrachter, die unser Land aktuell in eine rechte Schieflage abrutschen sahen. Rudolf Augstein vom Spiegel begeistert: Migration ist ein wichtiges Thema. Aber bei Weitem nicht das wichtigste. Es gibt nur eine Partei, die das verstanden hat: die Grünen. Manchmal kann Demokratie so schön sein. Dann werden die Richtigen bestraft und die Richtigen belohnt. Wie im Märchen. Die einen stehen im Goldregen. Und über den anderen wird ein Kessel Pech ausgeschüttet. Die Wähler sind offenbar klüger, als unsere Regierenden sich vorstellen konnten(1).

Ist dem so? Einer der Wahlslogans der bayrischen Grünen lautete: Mut geben statt Angst machen. Es gibt ja den schönen Ausspruch, mit dem Mut der Verzweiflung. Dieser Satz könnte auch an dem Deutschen Reichstag stehen, anstatt: Dem Deutschen Volke. Mit dem Mut der Verzweiflung möchte das regierende Berlin und seine jeweiligen Erfüllungsgehilfen in den Bundesländern seinen Bürger vermitteln: Sorget euch nicht, wir haben alles im Griff. Unter Kontrolle. Nicht überraschend schwindet das Vertrauen trotzdem zusehends rapide. Die Sorgen wachsen und die Partei der Stunde verspricht: Mut geben statt Angst machen. Müsste es dann nicht eigentlich heißen: Mut geben statt Angst schüren?

Was macht Angst? Die aktuelle Politik. Wer gibt Mut? Die aktuelle Politik? Wer ist denn verantwortlich für die Angst? Die, die sie leugnen, oder die, die sie aufzeigen? Die verkannte Angst ist existent. Existenzangst. Verlustangst. Zukunftsangst. Das Land hat sich verändert. Nein, nicht erst seit 2015. Schon vorher wurden durch bekannte Mechanismen ursprüngliche Inhalte und Bedeutungen des Grundgesetzes, also der grundlegenden Bürgerechte umgedeutet, umdefiniert, abgeschafft und mit tatkräftiger Unterstützung jeweiliger Bundesregierungen aus Bonn, bzw. später Berlin den Bürgern vor den Latz geknallt.

Der Freistaat Bayern stand die letzten Jahrzehnte für Kontinuität, Stabilität, Identifikation und hohem Lebensstandard. Eine Wohlfühloase gegenüber anderen Bundesländern. Gesamtverantwortlich dafür die Politik der CSU. Dieser Bonus geriet ins Wanken durch die Politik der sog. Schwesterpartei CDU und dem daraus resultierenden Verhalten der heimischen CSU. Stichwort Offene Grenzen, aber auch Sozialabbau, unbezahlbare Wohnungen, immerhin die niedrigste Arbeitslosenquote Deutschlands(2).Trotzdem wurde die CSU abgewatscht.

Gab es jedoch wirklich das bayrische Politbeben? Droht der Zeitenwandel, folgt die dritte schwarz – grüne Landesregierung? Betrachtet man das verlinkte Video(3) eines Interviews mit der Spitzenkandidatin der bayrischen Grünen Katharina Schulze schwant böses. Das die größte Wählergruppe (der Grünen) bei den 18 bis 24 jährigen zu finden ist, überrascht nach Betrachtung nicht mehr wirklich…

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