Tagesdosis 15.5.2019 – Roundup your mind!

Tagesdosis 15.5.2019 – Roundup your mind!

Den vollständigen Tagesdosis-Text (inkl ggf. Quellenhinweisen und Links) findet ihr hier: https://kenfm.de/tagesdosis-15-5-2019-roundup-your-mind/

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Ein Kommentar von Rüdiger Lenz.

Ja, das liebe kleine Glyphomäuschen, alle habe es lieb gewonnen. Vor allem die Pflanzen und Insekten, die davon enorm profitieren. Die Pflanzen, weil sie, davon einmal besprüht, riesige Rendite versprechen und die vielen Insekten, die sich jetzt nicht mehr stressen müssen, sich um Nachwuchs sorgen müssen, ständig was zu fressen finden müssen und dann noch sich vor Fressfeinden schützen müssen. Etwas aussterben zu lassen, darin liegt die Rendite. Für das alles heißt die tolle Lösung Glyphosat oder auch Roundup. Es lässt genau die Insekten in großer Würde und Gnade aussterben, die von ihrem eigenen Leben völlig gestresst sind. Großartig, dieses Glypholein.

Stresst es die Pflanzen auch, wenn sie unter den Bedingungen der Agrarwirtschaft zum Wachstum in Unfruchtbarkeit gezwungen und in Reihe und Glied gesät, kurz leben dürfen? Wie oft düngt und spritzt der Bauer seine Felder, damit die Kasse dann auch stimmt? Sechs Mal? Acht Mal? So genau weiß das wohl niemand, außer der Landwirt. Wie oft wird Glyphosat pro Saison auf die Felder gespritzt? 

Wie Tiere in ihren Wachstumsanstalten optimiert werden, für das saftige und vor allem billige Stück Fleisch, das weiß der Bürger oftmals ganz genau. Viele wollen deswegen einfach kein Fleisch mehr essen, weinen sogar, wenn sie Viehtransportern plötzlich auf der Straße begegnen. Schon vor längerer Zeit ist genau deswegen eine völlig neue Esskultur entstanden. Die vegetarische und die vegane Esskultur. Vegetarier essen kein Fleisch. Darauf beschränken sie ihre Esskultur. Veganer hingegen essen gar keine tierischen Produkte, von denen sie wissen, dass diese durch Qualen, durch Ausbeutung oder durch Töten der Tiere hervorgegangen sind. Ein Veganer nimmt auch keinerlei Produkte zu sich, die durch Tierversuche entwickelt wurden. Lederprodukte werden auch gemieden.

In letzter Zeit frage ich mich ernsthaft, ob nicht gleiches auch für Gemüse und Obst gilt? Wie verhält es sich mit dem Mais, dem Reis, dem Weizen, den Erdbeeren, den Äpfeln oder Bananen und den anderen zahlreichen Obst- und Gemüsesorten, die wir via Produkt-Handelskette zu uns nehmen? Alle Nutzpflanzen wie auch alle Nutztiere, die via Industrie in unsere Nahrungskette gelangen, werden so weit es geht komplett ausgebeutet und für diese Ausbeutung mit bester Wissenschaft optimiert. Sie werden genetisch manipuliert, sie bekommen Stoffe zugeführt, damit sie nicht krank oder von anderen Parasiten verzehrt werden. Diese Pflanzen werden eng an eng gesät. So nah und dicht wie es die wissenschaftliche Methode der Eugenik, äh, Entschuldigung, die Zuchtwahl, ne, auch das falsche Wort, ah, jetzt habe ich es, die anthropozentrische Nahrungsauslese möglich macht. Immerhin, um bloß ein Beispiel unserer Völlerei zu berichten, kann man die Stadt Graz allein mit den tagtäglich wegzuwerfenden Lebensmitteln der Stadt Wien mit Nahrung versorgen. Gut ein Drittel aller Nahrungsmittel in den westlichen Ländern wird nicht verzehrt, sondern der Müllhalde überantwortet…weiterlesen hier: https://kenfm.de/tagesdosis-15-5-2019-roundup-your-mind/

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