Tagesdosis 14.11.2019 – Die fossile Befreiung

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Ein Kommentar von Dagmar Henn.

Reines Teufelszeug seien sie, die fossilen Energieträger, so die gegenwärtig von Vielen geäußerte Überzeugung; verbannen müsse man sie, so schnell wie möglich, und um jeden Preis. Zur Not, solche Aussagen finden sich immer wieder, müsse man eben auf Eselskarren oder Transportfahrräder zurückgreifen, Hauptsache, keine Kohle, kein Gas, kein Benzin mehr. Wir müssten uns nur alle einschränken, Verzicht üben, dann ginge das schon.

Solche Fantasien setzen gleich zweierlei Arten völliger Unkenntnis voraus – über die historische Bedeutung der Entdeckung fossiler Energien und über die logistischen Voraussetzungen einer modernen Gesellschaft. Denn keiner der Verfechter dieser Meinung würde tatsächlich sein Leben gegen dasjenige tauschen wollen, das er in der Zeit vor der Nutzung fossiler Energieträger hätte führen müssen, ein Leben wie zu Beginn des 19. Jahrhunderts.

Damals stand, zumindest in Deutschland, die Nutzung der Steinkohle noch ganz am Anfang; die Nutzung des Erdöls ist eine Entwicklung erst des 20.Jahrhunderts. Transporte erfolgten auf dem Wasser, durch Tierkraft oder gar durch Menschen; der reine Zustand der Unschuld sozusagen. Auch zur Verrichtung nötiger Arbeiten standen keine anderen Energien zur Verfügung; Bergwerkspumpen wurden mit Pferden betrieben, die ihr ganzes Dasein damit verbrachten, im Kreis zu laufen, Lastkähne, die gegen den Strom fahren wollten, wurden oft gar mit Menschenkraft stromaufwärts gezogen.

Neun Zehntel der Bevölkerung lebten damals auf dem Land und waren mit Landwirtschaft beschäftigt. Die meisten Bauernhöfe, sofern man sie aus heutiger Perspektive so nennen kann, hatten höchstens zwei Hektar Ackerland, nicht genug Fläche, um Zugtiere zu halten, weshalb der Pflug oft selbst gezogen werden musste; je nach Region waren es auch keine Bauern, sondern Tagelöhner oder gar Leibeigene – die Leibeigenschaft verschwand in Deutschland endgültig erst 1918.

Es war mühsam, sich mit den vorhandenen Möglichkeiten das Überleben zu sichern; chemische Dünger waren noch unbekannt, und organische Dünger waren nur jenen zugänglich, die deutlich mehr Land ihr eigen nennen konnten. Aber ja, dieses Dasein war geradezu ein Ideal der Nachhaltigkeit; man verhungerte halt oder verstarb an allerlei Infektionen, doch es gab keinen Plastikmüll und keine Antibiotikarückstände…weiterlesen hier: https://kenfm.de/tagesdosis-14-11-2019-die-fossile-befreiung/

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