Tagesdosis 12.10.2019 – Das innere Ökosystem

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Die Sorge um „die Welt da draußen“ offenbart einen schweren Denkfehler, da das „Außen“ bei uns Menschen regelhaft ein Spiegelbild des „Inneren“ ist.

Ein Kommentar von Franz Ruppert.

Über verschiedene Wege zum Umweltschutz wird gestritten, der Begriff „Umwelt“ selbst wird jedoch nur in den seltensten Fällen angezweifelt. Er verortet das, was es zu schützen gilt, außerhalb von uns selbst, stellt den Menschen willkürlich in den Mittelpunkt des Ökoystems und ist somit ein ideologischer Begriff. „Mitwelt“ wäre treffender. Vor allem aber müssen wir unseren Blick zurück richten auf uns selbst: auf unsere Innenwelt. Denn auch sie ist, wenn man so will, verseucht — durch Traumata, mit denen wir uns und andere belasten. Innenweltheilung wäre eine unbedingte Voraussetzung für wirksamen Mitweltschutz. Andernfalls stellt der Einsatz für die „Umwelt“ nicht mehr als Symptombekämpfung dar, die nur darauf abzielt, das Überleben traumatisierter, weil konkurrenzfixierter Gesellschaften in die nächste Runde zu retten, um das grundsätzliche Zerstörungswerk fortsetzen zu können. Hilfreich und zutreffend zugleich ist vielmehr, was Albert Schweitzer auf den Punkt brachte, als er formulierte: „Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will.“ Erst aus dieser Einsicht heraus vermögen wir uns als auch unserer Mitwelt Gutes zu tun.

Ob eine Diskussion in die richtige Richtung geht, zur Klärung von Sachverhalten und Interessen beiträgt oder von vornherein in die Irre läuft und von Ideologien beherrscht wird, hängt meines Erachtens von den verwendeten Grundbegriffen ab.

„Um-Welt“ — bereits dieser Begriff enthält meiner Ansicht nach eine Anmaßung, weil ich mich als Mensch in den Mittelpunkt der „Welt“ setze. Um mich soll diese sich dann drehen. Wobei auch der Begriff „Welt“ schon so umfassend ist, dass er alles und nichts bedeuten kann. Er ist viel zu unkonkret und auch hier täte Bescheidenheit not.

Als Mensch kann ich vielleicht noch über die Erde und die Erdkugel sprechen, aber auch das hat schon eine Dimension, welche für die meisten von uns jenseits aller Vorstellungskraft liegt und von der wir nur Millionstel Bruchteile an gesichertem Wissen zur Verfügung haben.

Wenn ich hingegen von mir und meiner Mit-Welt spreche, wechsle ich immerhin die Perspektive und sehe mich als Teil einer „Welt“, die mir das Leben ermöglicht und in der ich umgeben bin von Lebendigem, mit dem ich im Zusammenhang lebe…weiterlesen hier: https://kenfm.de/tagesdosis-12-10-2019-das-innere-oekosystem/

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