Tagesdosis 11.04.2018 – Solidarität mit Daniele Ganser

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Tagesdosis 11.04.2018 – Solidarität mit Daniele Ganser

Ein Kommentar von Rüdiger Lenz.

Erst küssen sie dir die Füße, dann werden sie skeptisch und dann wollen sie dich zum Mond schießen. Der Satz klingt zwar irgendwie wie der, den ein gewisser Mahatma Gandhi wohl gesagt haben soll, ist aber nicht von ihm, sondern von mir. Er beschreibt, was wohl sehr viele Friedensaktivisten gerade von selbigen, also von anderen Friedensaktivisten so um die Ohren gehauen bekommen.

Gerade schlagen viel auf den renommierten Historiker Daniele Ganser ein. Die wissenschaftliche Szene um Daniele Ganser herum, sowie einige Friedensaktivisten. Grotesk, nicht wahr. Die einen sagen, er habe den Doktortitel nicht verdient, einer ist erleichtert und sagt, hätte ich seine Dissertation unterschrieben, so wäre er wohl heute Professor – Gott sei dank, dass ich dieses Eigentor verhindert habe. Die anderen rümpfen die Nase und sagen, er nähme ja sogar Geld für seine Auftritte und sei deswegen unhaltbar. Ob diese Leute wohl auch ohne Geld arbeiten?

Tja, Neid, das ist das einzig zutreffende Wort, das auf diese Heuler in beiden Lagern zutrifft. Denken wir einmal nach. Was ist Wissenschaft? Ist es eine Wahrheitsschaft? Nein, es heißt ja Wissenschaft. Was verlangt sie einem ab, egal ob induktiv oder deduktiv? Sie schafft Wissen. Sie schafft keine Wahrheit. Aber genau das wirft man Ganser von einigen Fakultäten und durch einige Wissenschaftler vor.

Wahrheit? Machen wir dazu einen Minikurs. Gibt es Teilchen, gibt es Masse, gibt es einen Ort, einen Impuls oder Energie oder oder oder? Nichts von dem gibt es objektiv. Gar nichts. Es ist Aufgabe des Beobachters, sich zu entscheiden, was er messen will und das wird er dann auch messen. Gibt es Leben? Was ist Leben. Und was ist der Tod? Leben ist eine Definition auf einen Zustand, mit dem man sich und alle weiteren Lebewesen definiert. Wie aber diese Definition zustande kommt, ist nicht wirklich geklärt. Immer wieder findet man Leben dort, wo man es zuvor als unmöglich definiert hat. Was das Leben ist, darauf weiß bis heute niemand aus der Wissenschaft des Lebens, der Biologie, eine exakte Antwort. Und das mit dem Tod, das lassen wir hier lieber gleich ganz bleiben, sonst erregt sich der YouTube-Mainstream auf ungewisses explosives Niveau hoch. Bitte letzten Satz nicht allzu ernst nehmen und einmal den mir vom renommierten Journalisten und Dokufilmemacher Dirk Pohlmann anempfohlenen Herrn Pim van Lommel lesen. Er gilt als Mastermind von Nahtoderfahrungen und schreibt über medizinische Fakten dazu.

Daniele Ganser stellt Fragen und gibt, aufgepasst, Anhaltspunkte, die den Zuhörer selbst entscheiden lassen, wie er die darauf zu entschlüsselnde Antwort finden will. Und das geschieht stets unabhängig von Gansers eigenen Vermutungen, sondern ausschließlich durch das, was der Zuschauer zuvor selbst darüber weiß. Wissen wird stets angedockt an zuvoriges Wissen, sagt die Hirnforschung. Also passiert auch bei Gansers Vorträgen nichts anderes als genau dies. Und wer wirklich umfassender informiert werden will, der sollte selbst nachforschen. Auch das sagt Ganser ständig immer und immer wieder. Ganser lässt dem Zuschauer oder Leser die Wahl. Das meine lieben User, ist ein Kunststück und keine Verschwörungstheorie. Das muss man rhetorisch erst einmal so hinbekommen. Und genau damit hat Daniele Ganser sehr großen Erfolg.

Und jetzt aufgemerkt: Diesen Erfolg hatte er auch vor seiner Karriere in der Friedensbewegung, zu der er erst wirklich gekommen ist, als man ihm seinen Vertrag nicht mehr verlängern wollte. Vorausgegangen ist dem ein Anruf des US-amerikanischen Botschafters mit seinem Chef. Und dieser machte Ganser dann klar. „So geht es aber nun nicht hier, in meiner Universität, mit uns beiden weiter! Ihr erinnert euch selbst an die Dinge, denn auch ihr hier habt seine Vorträge mit großem Genuss zugehört…weiterlesen hier: https://kenfm.de/tagesdosis/

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