Tagesdosis 1.11.2017 – Digitale Demenz

Good luck, Millenium Generation

Ein Kommentar von Rüdiger Lenz.

Die BILD-Zeitung versucht flächendeckend Eltern Schuld einzureden, in dem sie eine forsa-Studie erwähnt und titelt, Zitat Anfang: STUDIE ZEIGT GROSSE HERAUSFORDERUNG FÜR ELTERN – fast jedes zweite Kind wird digital alleine gelassen, Zitat Ende. Weiter heißt es auf BILD, Zitat Anfang:

Heutzutage gilt schon in jungen Jahren: Wer sozial dazu gehören will, der braucht den Zugang zu digitalen Medien, am besten über Smartphone oder Tablet.
Das spiegelt sich auch in den Zahlen wider: Unter den Elf- bis Vierzehnjährigen verwenden 93 Prozent digitale Technologien. Bei den Grundschülern sind es schon 74 Prozent. Das geht aus einer forsa-Studie hervor, die von der Online Lernplattform „scoyo“ und dem Lernroboter-Unternehmen „Wonder Workshop“ in Auftrag gegeben wurde.

Umso mehr sind Schulen und Eltern gefordert, allen Kindern eine gute Vorbereitung auf die digitale Welt zu vermitteln. Das Problem: Knapp die Hälfte (45 Prozent der 6- bis 10-Jährigen) lernt weder zu Hause noch in der Schule etwas über die Nutzung von digitalen Geräten (FACT-Umfrage).
Die Grundbildung, die spätestens mit einer regelmäßigen Nutzung von Tablet und Co. stattfinden müsste, fehlt also bei vielen. Aktuell erhalten insbesondere die Grundschulen von den Eltern ein eher schlechtes Zeugnis in Bezug auf die digitale Vorbereitung ihrer Kinder.
Mehr als die Hälfte der Eltern der 6- bis 10-jährigen sind der Ansicht, dass ihr Kind durch Lehrer weniger gut bis überhaupt nicht auf den Einsatz digitaler Medien vorbereitet wird.

Nur 38 Prozent sind von der Arbeit der Schulen überzeugt. Erst bei Eltern mit älteren Kindern steigt die Zufriedenheit mit den Leistungen der Schulen und Lehrer: Immerhin bewerten 54 Prozent der Eltern von elf- bis 14-jährigen Kindern die digitale Bildung in der Schule mit sehr gut oder gut.
Die Mehrheit der Eltern (57 Prozent), fordert daher, Kinder spätestens ab der Grundschule im Umgang mit Smartphone und Co. anzuleiten und eine Art Digitalkunde an Schulen anzubieten. Zitat Ende.

Im Klartext: Eltern sollten ihren Kindern ein Smartphone und ein Tablet kaufen, es darin unterweisen und konsumgerecht konditionieren. Schulen sollten möglichst das Fach Digitalkunde einführen, damit die Konditionierung auf Smartphone und Tablet auch so richtig ins Hirn der Kinder eingefräst wird. Beginn sollte die Grundschule sein.

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