Stuttgart 21: Ziviler Polizist erst Kopfverletzung und jetzt Kehlkopfprellung ?

Stuttgart 21: Ziviler Polizist erst Kopfverletzung und jetzt Kehlkopfprellung ?

Es ist verständlich, dass die Polizei von der Tatsache ablenken will, dass sie Polizisten als Zivilisten getarnt unter die Demonstranten mischt. Nach der Erfahrungen aus Heiligen Damm und Genua bei den G8-Demonstrationen ist dies mehr als verständlich. Damals kam es zu Gewaltaktionen von Polizisten in zivil. In Genua wurde sogar gefilmt, wie die Polizei den „schwarzen Block“ mit Schlagstöcken ausrüstete.

Es gibt keinen plausiblen, demokratischen Grund warum die deutsche Polizei vor allem Beamte für die Undercover-Aktion auswählt, die kahlgeschoren und mit schwarzen Bomberjacken sich unter die Demonstration mischen müssen – man muss hier schließlich von einem Befehl ausgehen – schließlich war der Polizist auch noch bewaffnet. Springerstiefel hätten sein Erscheinungsbild perfektioniert.

Nun geht die Polizei in Zusammenarbeit mit den Medien in die Offensive und spricht von einem schwer verletzten Beamten. Journalisten fallen immer wieder auf diese polizeiliche Formulierung herein. Ein handwerklicher Fehler, der Journalisten besonders bei der Berichterstattung über verletzte Beamte immer wieder unterläuft.

Dieser schreibenden Gilde sollte bekannt sein, dass jeder der nach einer Attacke oder einem Unfall direkt in die Klinik eingeliefert wird, grundsätzlich als „schwer verletzt“ im Polizeibericht beschrieben wird. Dieses „schwer verletzt“ sagt rein gar nix mit der Schweregrad der Verletzung aus.

Anfänglich wurde in bezug auf den zivile Polizisten in Stuttgart von schweren Kopfverletzungen gesprochen, welche äußerlich hätten zu sehen sein müssen. Die aufgetauchten Videos belegen etwas anderes. Nun wird eben von einer schwere Kehlkopfverletzung gesprochen, die den Vorteil hat, dass man sie äußerlich nicht erkennen kann. Alles im Allen ändert das nichts an der Tatsache, dass die Polizei sich wieder einen schweren Vertrauensbruch mit dem Einschleusen des Zivilbeamten geleistet hat, der nicht gut zu machen ist.

Beängstigend ist vor allem die Tatsache, dass der zivile Polizeibeamte mit kahlem Kopf und schwarzer Bomberjacke, diesen Job übernahm. Daher ist die Darstellung der Demonstranten wahrscheinlicher, dass dieser Zivilbeamte selber eskalierten wollte. Das würde seinem äußeren Erscheinungsbild eher entsprechen, ansonsten hätte die Polizei meiner Meinung nach eine andere Tarnung gewählt.

Außerdem kann man davon ausgehen, dass die Polizei ihre eigenen Beamten mit Videokameras überwacht, falls es zu Vorfällen kommt. Da wir aber keine Aufnahmen von der Polizei erhalten, die ihre Version bestätigen, gehe ich davon aus, dass die vorhanden Aufnahmen eher das Gegenteil beweisen würden und daher zurückgehalten werden.

Schließlich agiert unsere Polizei gemäß ihrem antrainierten Raster: Kahlköpfe mit schwarzen Bomberjacken genießen nicht gerade den Ruf von friedlichen Demonstranten.

http://politikprofiler.blogspot.com/2011/06/stuttgart-21-polizei-schleust.html Euro Keuronfuih (Politprofiler)

Politik Profiler
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Ich bin nur ein Mensch, der sich bemüht alles frei von Religionen, Ideologien, Weltanschauungslehren, festgeschriebenen Werten und parteilichen Grundeinstellungen zu sehen. Sie verfälschen die Wahrnehmung der Realität. Ich werde keiner Schablone entsprechen, egal welche man für mich bereithält.



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