Stuttgart 21: Eisenbahn Bundesamt verbat Bahn Baumfällarbeiten

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Noch vor dem Beginn der Baumfällarbeiten hat das Eisenbahn-Bundesamt der Deutschen Bahn AG die Durchführung untersagt, bis die artenschutzrechtlichen Bedenken beseitigt seien. Dies geht aus dem Schreiben der Eisenbahn-Bundesamtes hervor, welches mir von einigen User zugesandt wurde. Natürlich möchte ich Euch das Dokument nicht vorenthalten und stelle es Euch auch gerne zum Download zur Verfügung. (Link unten.)

Wir fordern Sie daher hiermit auf, rechtzeitig vor Aufnahme von Bauarbeiten im mittleren Schlossgarten, die zu relevanten Beeinträchtigungen aus landschaftspflegerischer Sicht führen können, den entsprechenden Teil der Landschaftspflegerischen Ausführungs-planung in zugestimmten Form vorzulegen.

Im Zusammenhang mit den bevorstehenden Baumfällarbeiten im Schlosspark weise ich darauf hin, dass Sie mit den Baumfällarbeiten nicht beginnen dürfen, bevor diese konkreten Ausführungsunterlagen, zumindest für die unmittelbar auszuführenden Landschaftspflegerischen Maßnahmen, dem Eisenbahn-Bundesamt vorgelegt wurden, da ansonsten Konflikte mit dem Naturschutz im Zuge der Projektverwirklichung nicht ausreichend beurteilt werden können.

Jedenfalls zu beachten sind dabei die folgenden Aspekte: Gem. A VIII Ziff. 5.5 dürfen Rückschnittarbeiten nur in den Monaten Oktober bis Februar erfolgen. Gem. A VIII Ziff. 5.6 sind besonders störende Baumaßnahmen in ökologisch empfindlichen Räumen nur außerhalb der Reproduktionszeiten von Tieren und Pflanzen durchzuführen.

Aus dem am heutigen Tag vorgelegten Gutachten zum Juchtenkäfer ergibt sich, dass ein Konfliktpotenzial besteht, da im Bereich des Mittleren Schlossgartens aus fachlicher Sicht zur Erhaltung der lokalen Population des Juchtenkäfers ein Teil der Bäume bestehen bleiben müsste.

Demgegenüber ist gem. den Antragsunterlagen ein Verbleib dieser Bäume nicht vorgesehen. Des Weiteren wäre auch denkbar, eine Umsiedlung vorgefundener Juchtenkäfer und ihrer Larven vorzunehmen, wie dies im Fachbeitrag zum Juchtenkäfer (Untersuchungsbericht von Herrn Wurst. Januar 2003) sowie im PFA 1.5 dargestellt ist. Mithin ist derzeit nicht erkennbar, wie der Ablauf der Bauarbeiten unter Berücksichtigung des Schutzes von Juchtenkäfern durchgeführt werden soll und daher auch nicht, ob sich Änderungen gegenüber dem planfestgestellten Vorhaben ergeben.

Die erforderlichen Untersuchungen und das Vorgehen zum Südflügel und zum Mittleren Schlossgarten hinsichtlich Fledermäuse oder sonstiger artenschutzrechtlich geschützter Arten sind ebenfalls in den LAP einzubeziehen. Gemäß der Maßnahmenplanung sind auch Fledermauskästen aufzuhängen. Eine Stellungnahme, zumindest zum weiteren Vorgehen, ist spätestens am 08.10.2010 vorzulegen.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag Monika Kaufmann

Quelle und Dokument:
http://djassi.blogsite.org/?p=3283&t=eisenbahn-bundesamt-verbat-der-bahn-die-baumfallarbeiten-fur-stuttgart-21 /// Video (n-tv Nachrichten, 02.10.2010) http://www.YouTube.com/user/dokuundso1

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