Stauden-Giganten: Ausrufezeichen im Garten!

Ein Aha-Erlebnis…
… bereitet die Kompasspflanze, botanisch Silphium laciniatum. In den ersten Jahren nach dem Pflanzen zeigt sich nur ein beeindruckender Blattschopf mit attraktiven gezahnten Blättern. Hat die Pflanze die Jugendphase hinter sich, explodiert sie förmlich, schiebt ihre bis zu 3,5 Meter hohen Blütenstände Richtung Himmel und steht dann als leuchtendes Ausrufezeichen im Garten. Die gelben sonnenförmigen Blüten öffnen sich ab Ende August bis weit in den Herbst.

Staudensonnenblumen in XXL
Helianthus orgyalis ist der botanische Name einer Staudensonnenblume, die es auch auf gut 3 Meter bringt. Sie wirkt jedoch deutlich filigraner als die Kompasspflanze. Das Laub erinnert etwas an Weiden, die Blüten sind strahlend gelb und ständig von Insekten besucht. Im Wind pendeln die Triebe leicht hin und her, was für eine lebendige, leichte Atmosphäre sorgt.

Die „Kleine“?!
Neben den beiden anderen Vertretern wirkt die Telekie fast schon zierlich. An optimalen Standorten schafft sie es auf zwei Meter Höhe, zeigt dabei ebenfalls schöne gelbe Blüten. Beeindruckend an ihr ist zudem das hellgrüne große Laub. Hat man Platz im Garten, kann die Telekie, botanisch Telekia speciosa, verwildern. Die Staude samt sich selbst bereitwillig aus, bildet dann im Laufe der Zeit schöne Bestände. Insekten lieben die Pflanze, ständig sind die Blüten von Schmetterlingen, Bienen und Hummeln besetzt. Wer eine Ausbreitung verhindern möchte, kappt die Blütenstände nach der Blüte, verhindert so ein Ausreifen der Samen.

Grün, Grün, Grün
Und doch nicht nur grün zeigen sich die verschiedenen Miscanthus-Arten. Durch panaschierte Chinaschilf-Sorten mit gelben oder weißen Blattzeichnungen, durch die zarten Blüten und die attraktive Herbstfärbung kann man mit diesen Stauden ganze Gärten gestalten. Philipp Schönfeld hat verschiedene Gräser für einen Sichtschutz zum Nachbarn genutzt:

„Man kann mit Stauden und Gräsern eine Hecke bilden, die vielfältiger ist als eine geschnittene Hecke aus Hainbuchen oder Thujen beispielsweise. Allein schon über den Austrieb, die Blüte und die Herbstfärbung. Allerdings brauchen die Pflanzen jedes Jahr im Frühjahr etwas Anlaufzeit um Auszutreiben und an Höhe zu gewinnen, spätestens ab Frühsommer habe ich dann aber den Sichtschutz, den ich haben möchte.“

Von nix kommt nix…
…ist die salopp formulierte Pflegeanleitung. Denn damit Stauden eine solche Wuchsleistung bringen können, brauchen sie ausreichend Nährstoffe. Philipp Schönfeld empfiehlt, jedes Jahr im Frühjahr zwei bis drei Liter Kompost mit einer Handvoll Hornspänen oder anderen Stickstoffdüngern zu mischen und rund um die Pflanze zu verteilen. So bekommen die Stauden alle Nährstoffe, die sie brauchen. Wasser ist vor allem in den ersten Jahren wichtig, damit die Pflanzen gut einwurzeln können. Ein humoser, aber durchlässiger Boden ist optimal für gesunde Wurzeln. Stimmen Standort und Pflege, werden die Stauden-Giganten von Jahr zu Jahr schöner!

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