STANDPUNKTE • Der Libanon: Farbrevolution oder genuiner Aufstand?

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Die anhaltenden Demonstrationen im Libanon werden widersprüchlich ausgelegt.

Ein Standpunkt von Jochen Mitschka.

Der Libanon wird von Demonstrationen erschüttert, welche schon längst über die auslösenden Faktoren wie Steuern auf Online-Chat-Verbindungen hinausgehen, und innerhalb kürzester Zeit zu beträchtlichen Zugeständnissen der Regierung geführt haben. Durch die Sanktionen der USA gegen die stärkste politische Kraft, die jedoch auf Grund der Gewaltenteilung entlang den ethnischen und religiösen Linien keinen politikbestimmenden Einfluss hat, sondern nur die Regierung stützt, die Hisbollah, und die unglaubliche Korruption der “Erbpolitiker”, leidet das Land und die Menschen. Diese fordern nun grundlegende Veränderungen. Im Westen wird behauptet, es wäre ein Aufbegehren gegen die Hisbollah, und die würde den Demonstranten drohen, aber das ist falsch. Andererseits besteht natürlich die Gefahr, dass Profi-Regime-Changer nun die Richtung und den Inhalt der Demonstranten verändern. Aber beginnen wir mit einer kurzen Erklärung der Geschichte, die zu der Situation führte.

Das Vorspiel

Der Libanon wurde in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts auf Grund seines Wohlstandes “Die Schweiz des Mittleren Ostens” genannt. Die französischen Kolonialherren hatten jedoch im Libanon eine künstliche christliche Mehrheit erzeugt, um zu erreichen, dass das Land gegenüber Frankreich loyal blieb. Das führte natürlich zu Auseinandersetzungen und schließlich zu einem Bürgerkrieg, in den sich auch wieder die USA und Frankreich, nach Ansicht der arabischen Bevölkerung auf Seiten der christlichen Mehrheit, einmischten. Vorläufer der Hisbollah, oder seine Vorläuferorganisationen, bekämpften dann Franzosen und die USA durch die “größte nichtatomare Explosion seit dem 2. Weltkrieg” (4). Was schließlich zum Abzug der ausländischen Kräfte führte.

Und natürlich versuchte auch Israel aus dem Bürgerkrieg einen Nutzen zu ziehen und drang eine Woche lang in den südlichen Libanon ein, unterstützte die christlichen Milizen mit Geld, Ausrüstung und Ausbildung (1). 1978 marschierte Israel mit zehntausenden Soldaten für die Operation Litani in den Libanon ein. Israelische Truppen beteiligten sich auch an Kämpfen gegen die syrische Armee und vertrieben die palästinensische Befreiungs-Organisation PLO letztendlich aus dem Libanon. Es gab mehrere Massaker während des Bürgerkrieges, die meisten an palästinensischen Flüchtlingen.

1982 griff Israel den Libanon massiv an, kämpfte gegen die PLO und syrische Truppen. Selbst Israelis sahen diese Aktion als nicht provozierten Angriffskrieg an (3). Am 16. September 1982 schickte das israelische Militär Milizionäre in ein palästinensisches Flüchtlingslager, was zu einem Massaker führte, dem 460 bis 3000 Menschen zum Opfer fielen (2). Dieser Angriffskrieg verlängerte und beeinflusste den Bürgerkrieg in erheblichem Ausmaß…weiterlesen hier: https://kenfm.de/standpunkte-%e2%80%a2-der-libanon-farbrevolution-oder-genuiner-aufstand/

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