Sport – das gelernte Jubelevent – Prof Dr Michael Meyen

Sport ist … ein Medienereignis

Prof. Dr. Michael Meyen
So. 05.06.2016

Die Massenmedien, und hier vor allem das kommerzielle Fernsehen, haben den Spitzensport in Deutschland seit den 1980er Jahren stark verändert. Michael Meyens These lautet: Der Spitzensport als Teil des sozialen Funktionssystems Sport hat sich an die Handlungslogik des Mediensystems angepasst, um die Leistungen erbringen zu können, die vor allem im Wirtschafts- und im Politiksystem nachgefragt werden, und die dafür sorgen, dass es in Deutschland überhaupt Spitzensport gibt. Auf dem Volleyballfeld, im Modernen Fünfkampf oder auf dem Fußballplatz geht es immer noch um Sieg und Niederlage. Das ist der Code des sozialen Funktionssystems Sport. Aber wo und wann gespielt und gekämpft wird, nach welchen Regeln dies geschieht und wer mitmachen darf, das wird heute immer mehr nach den Erfordernissen der Medienwelt entschieden.
Zur Person

Michael Meyen, geboren 1967 in Bergen auf Rügen

1988

Journalistikstudium, Universität Leipzig

1991

Freiberuflicher Journalist (MDR info, Leipziger Volkszeitung, Freie Presse)

1992

Diplomjournalist

1995

Promotion mit einer Arbeit über die Leipziger Pressegeschichte

2001

Habilitation an der Universität Leipzig

Seit 2002

Professor am Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung der Universität München

Politprofiler

Politprofiler

Ich bin nur ein Mensch, der sich bemüht alles frei von Religionen, Ideologien, Weltanschauungslehren, festgeschriebenen Werten und parteilichen Grundeinstellungen zu sehen. Sie verfälschen die Wahrnehmung der Realität. Ich werde keiner Schablone entsprechen, egal welche man für mich bereithält.



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