Spiritismus und Naturwissenschaft



Im 19. Jahrhundert war in Europa der Spiritismus weit verbreitet, der auch renommierte Naturforscher, wie den britischen Evolutionsbiologen Alfred Russel Wallace, nachhaltig beeindruckt hat. Wallace und einige bekannte Physiker besuchten Schauveranstaltungen, sogenannte „Seancen", und konnten von der Echtheit der dort vorgestellten Geisterbeschwörungen sogenannter „Medien" überzeugt werden. Wallace als Naturwissenschaftler stellte sich daraufhin hinter die Spiritisten-Bewegung und verteidigten deren Argumente gegenüber Kritikern, zu denen auch Charles Darwin zählte. Zentrales Thema war die angebliche Kontaktaufnahme lebender Personen mit dem Geist eines verstorbenen Menschen.

Woran liegt es, dass hochbegabte Forscher diese Phänomene so unkritisch akzeptiert haben? War es der damalige Zeitgeist, oder stand auch eine Strategie hinter der Akzeptanz und Verteidigung angeblicher übernatürlicher Phänomene? Gibt es heute noch ausgewiesene Fachwissenschaftler, die, gegen den Strom, spiritistische Thesen in der Scientific Community verteidigen? Diese Fragen sollen im folgenden Interview mit dem renommierten Evolutionsbiologen Prof. Ulrich Kutschera diskutiert und beantwortet werden.




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