Sorbaronia – Preiselbeer-Ersatz aus dem Garten

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Auf dem Grundstück von Barbara Krasemann wachsen viele ungewöhnliche Nutzpflanzen. Eine davon ist Sorbaronia – eine Kreuzung aus Eberesche und Apfelbeere – ihre Früchte sind für die Gärtnerin ein Glücksfall, denn sie erinnern geschmacklich an Preiselbeeren.

Wenn der Boden nicht zum Wunschobst passt…
…dann bleibt nur ein Pflanzentausch, denn der Boden lässt sich so leicht nicht ändern. Der Garten von Barbara Krasemann hat einen lehmigen, kalkhaltigen Boden. Preiselbeeren, ein Lieblingsobst der Gärtnerin, brauchen aber einen eher humosen und sauren Waldboden. Um trotzdem Früchte ernten zu können, die sich wie Preiselbeeren verarbeiten lassen, hat die Gärtnerin lange nach passenden Pflanzen gesucht und ist mit der Sorbaronia fündig geworden. Sorbaronia entstand aus einer Kreuzung aus Aronia, der Apfelbeere und Sorbus, der Eberesche. Ihre Früchte sind auch roh genießbar, der Baum ist frosthart und liebt kalkhaltige Böden – perfekt also für den Garten von Barbara Krasemann!

Wildobst Sorbaronia
Sorbaronia wächst als großer Strauch oder als kleiner Baum. Im Garten von Barbara Krasemann steht er in der Nähe der Grundstücksgrenze und der Hecke. Mittlerweile ist er knapp vier Meter hoch, die unteren Äste sind aber noch bequem vom Boden aus zu ernten. Die Menge, die dort wächst, reicht für einen Jahresvorrat an Preiselbeer-Ersatzmarmelade. Einen fünf Liter Eimer möchte die Gärtnerin heute ernten. Dazu braucht sie nicht einmal eine halbe Stunde, denn die Früchte hängen in dichten Dolden an den Trieben. Ast für Ast ist rasch geleert. In der Baumkrone bleiben die Früchte hängen, die sich nicht mehr vom Boden aus ernten lassen. Denn Vögel und viele andere Tiere schätzen diese ebenfalls.

Sorbaronia-Marmelade
Rezept von Barbara Krasemann

5 Liter Sorbaronia-Beeren
Gelierzucker 2:1
1 Liter Apfelsaft

Da die Vögel schon im Baum unterwegs waren, wäscht die Gärtnerin die Früchte nach dem Verlesen gründlich und lässt sie im Sieb abtropfen. Anschließend landen die Beeren zusammen mit dem Apfelsaft im Topf. Der Apfelsaft sorgt für die richtige Konsistenz der Marmelade und für ein gutes Aroma. Er rundet den Geschmack ab.
Nach fünf Minuten Kochzeit kommt der Gelierzucker dazu, je nach Gewicht auf zwei Teile Frucht, einen Teil Gelierzucker 2:1.
Jetzt noch vier Minuten sprudelnd kochen, dann kann die Marmelade in die vorbereiteten Gläser.
Die Marmelade schmeckt nicht nur als Preiselbeer-Ersatz zu Wild, Fleisch oder geräuchertem Fisch, sondern auch pur als Marmelade!

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