Schnittblumen konservieren – Trocknen, Pressen, Kranz binden

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Schnittblumen sind einfach toll! Das findet auch Floristmeisterin Simone Spengler-Mesch. Schade nur, dass sie kaum länger als eine Woche halten. Doch es gibt Möglichkeiten, Schnittblumen dauerhaft zu konservieren und so viel länger etwas von ihnen zu haben.

Schnittblumen sammeln
Alle Blumen, die Simone Spengler-Mesch konservieren möchte, wachsen in ihrem Garten. Je nachdem, was sie von den einzelnen Pflanzen braucht, erntet sie in unterschiedlichen Stadien. Ihre Rosen möchte die Floristin als Blüten trocknen und schneidet sie genau dann ab, wenn sie gerade am schönsten sind. Die Blüten sollten sich noch fest anfühlen, dann behalten sie beim Trocknen ihre Form und fallen nicht auseinander. Bei Klatschmohn, Acker-Hellerkraut, Akelei und Mondviole hat sie es auf die Samenstände abgesehen, so muss sie mit dem Abschneiden warten bis sie verblüht sind. Bei den Zwiebelblühern braucht man sogar noch mehr Geduld, hier wartet Simone Spengler-Mesch bis sie vollkommen eingetrocknet und verblasst sind. Dann lassen sie sich einfach aus dem Boden ziehen.

Schnittblumen trocknen
Einzelne Blüten schneidet die Floristmeisterin dazu knapp unterhalb des Blütenbodens ab und legt sie in Eierkartons. So behalten sie beim Trocknen gut ihre Form. Alle Pflanzen mit langen Stielen bündelt sie mit einem Gummi zu Sträußen und hängt sie kopfüber an den Wäscheständer. Warm, luftig und dunkel aufgestellt sind die Sträuße und Blüten nach 2-3 Wochen trocken und lassen sich beliebig verarbeiten.

Kranz aus Schnittblumen binden
Einen Teil der grün geernteten Samenstände verarbeitet die Floristin sofort, zusammen mit unterschiedlichen Trockenblumen zu einem Flowerloop, also einem Kranz auf einem dünnen Metallring, der nur teilweise mit Blüten umwickelt wird. Der Großteil der Kranzunterlage bleibt sichtbar. So wirkt der Kranz moderner und leichter. Simone Spenlger-Mesch setzt bei solchen Werkstücken immer auf eine Kombination aus frischen und getrockneten Pflanzen, mindestens ein Drittel sollten frisch sein. So lässt sich der Kranz fester binden und es zerbröselt nicht alles. Wenn doch irgendwo eine Lücke entsteht, kann man das später mit etwas Kleber ausgleichen – der Vorteil von Trockenblumen gegenüber Frischen!

Schnittblumen pressen
Eine weitere Art, Schnittblumen zu konservieren, ist das Pressen. Am besten in einem dicken Buch. Diese Variante eignet sich für einzelne Blüten und Blätter. Je nach Wassergehalt der verwendeten Pflanzen dauert es etwa zwei Wochen bis alles gut durchgetrocknet ist. Wer mehr als eine Seite Blüten auf einmal trocknen möchte, sollte darauf achten, dass ausreichend viele Seiten zwischen den einzelnen Blüten sind, damit nichts zu schimmeln beginnt.

Blütenkerzen und Blumenbilder
Mit den getrockneten Blüten kann man zum Beispiel alte Kerzen verzieren. Dazu ein großes Teelicht solange brennen lassen bis das Wachs flüssig ist, dann die Blüten auf eine große Stumpenkerze legen und mit einem Pinsel das flüssige Wachs aus dem Teelicht darüber streichen. Schon halten die Blüten von selbst. Simone Spengler-Mesch achtet darauf, dass die Wachsschicht möglichst dünn bleibt, dann scheinen die Blüten besonders intensiv durch. Wer es dauerhafter mag, kann die getrockneten Blüten auch in Bilderrahmen arrangieren. So entstehen kleine bunte Naturausschnitte fürs Wohnzimmer.

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