Schmetterlinge im Bauch – Wenn wir Aufregung mit Liebe verwechseln

Obwohl wir Liebe häufig für ein magisches und schicksalhaftes Phänomen halten, ist sie doch in starkem Maße auch von äußeren Umständen abhängig. Ein klassisches Experiment aus der Psychologie, in welchem Männer eine Frau auf einer furchteinflößenden Hängebrücke kennenlernten, verdeutlicht, dass aufregende Situationen romantische Gefühle verstärken können.
(Dutton, D. G., & Aron, A. P. (1974). Some evidence for heightened sexual attraction under conditions of high anxiety. Journal of personality and social psychology, 30(4), 510)

Zwei prominente Erklärungsansätze lauten:

1. Response-Facilitation: Die Erregung verstärkt unsere Reaktion.

2. Fehlattribution: Die Erregung wird von uns falsch interpretiert.

Gute Überblicksstudie zum Thema:
Foster, C. A., Witcher, B. S., Campbell, K. W., & Green, J. D. (1998). Arousal and attraction: Evidence for automatic and controlled processes. Journal of Personality and Social Psychology, 74(1), 86-101. doi: 10.1037/0022-3514.74.1.86

Autor: Dipl. Psych. Eskil Burck

Neue Psychologie des Überzeugens – Das Buch: http://psychologie-lernen.de/?page_id=12338

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Psychologie der Schule

Psychologie der Schule

Offensichtlich gibt es eine enorme Kluft ("Knowing-Doing-Gap") zwischen den Erkenntnissen aus der wissenschaftlichen Forschung und dem pädagogischen Handeln von manchen Lehrern und Eltern. Was bringt all die psychologische Forschung wenn wir sie nicht benutzen?



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