Roger Waters über israelische Besatzungspolitik

Roger Waters ist die Stimme von Pink Floyd und zählt zu den bekanntesten Musikern der Welt.

Jahrzehnte lange hielt sich der Mann politisch vollkommen zurück. Er und seine Band sprachen mit Songs und gigantischen Lichtshows zum Publikum. Diese Art der Kommunikation hat den Vorteil, dass sie niemanden zwingt, Stellung zu beziehen. Wer ein Pink-Floyd-Konzert besuchte oder Roger Waters solo sah, konnte unpolitisch bleiben. Kunst als Möglichkeit, die harte Realität zumindest für ein paar Stunden zu verlassen.

Das änderte sich, als Roger Waters für einen Gig nach Israel eingeladen wurde. Da er bis dato und nach eigener Aussage nie über den Staat Israel nachgedacht hatte, sagte er zu. Kaum war die Marketingmaschine angelaufen, bekam er Post von Menschen, die ihm die Frage stellten, wie er die Situation der Palästinenser ignorieren könne, und ob es ihm egal sei, dass er durch seinen Besuch ein Apartheidregime legitimieren würde. Waters war wie vor den Kopf gestoßen. Israel ein Apartheidregime, das die Palästinenser seit 1948 systematisch schikaniert? Ein Land, das seit seiner Gründung mehr als 200 UN-Resolutionen missachtet hatte und als permanente Besatzungsmacht den Palästinensern das Recht auf Selbstbestimmung absprach?

Roger Waters wollte das erst glauben, nachdem er es mit eigenen Augen gesehen hatte. Er sagte seinen Auftritt in Tel Aviv ab und besucht stattdessen die besetzten Gebiete, um hier ein Konzert zu geben. Was er dabei an normalen Schikanen und Terror der israelischen Armee gegen die Palästinenser erlebte, schockte ihn derart, dass er sich entschloss, sich politisch gegen diese menschenverachtenden Zustände zu engagieren.

Er wurde Teil der BDS-Bewegung (Boycott, Divestment and Sanctions), deren Ziel es ist, durch friedlichen Protest auf das Schicksal der Palästinenser aufmerksam zu machen. Roger Waters ist ein Menschenrechtsaktivist, der sich, genau wie Naomi Klein, Stephen Hawking oder Desmond Tutu, der BDS-Bewegung angeschlossen hat. Wer es allerdings wagt, die Politik der zionistisch-rassistischen Regierung zu kritisieren, bekommt er unmittelbar die Keule des Antisemitismusvorwurfs zu spüren. Absurd!

Während die deutsche Presse von Stern über ARD bis Tagesspiegel wieder vor der zionistischen Lobby einknickt und nur über Waters als Antisemiten schreibt, zieht es KenFM vor, den Beschuldigten selber zu Wort kommen zu lassen. In dubio pro reo.

Roger Waters sprach unlängst auf einem Panel in Kanada über sein politisches Engagement beim Befreiungskampf der Palästinenser nach 70 Jahren Besatzung. Wir erlauben uns, einen kurzen Ausschnitt hieraus zu zeigen. Roger Waters ist ein Menschenrechtsaktivist. Für ihn sind die Menschenrechte universell und nicht verhandelbar. Waters bekennt sich zur UN-Menschenrechts-Charta. Die, die ihn dafür einen Antisemiten nennen, sind in Wahrheit die neuen Faschisten, oder aber dienen sich aus persönlicher Feigheit den neuen Faschisten an.

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