Rezession ist beendet

Pressekonferenz vom 09.09.09
Bankenverband der deutschen Banken zur Konjunkturprognose 2009/2010

Die Weltwirtschaft hat sich nach dem tiefen Einbruch im Winterhalbjahr 2008 deutlich belebt. Die Belebung wird im 2. Hj. einsetzen. Zusehen an den Finanzmärkten, die Kreditsprits haben zugelegt.

Unterstützt wird der Prozess durch die Notenbankpolitik und Konjunkturprogramme der Länder. Sogar Osteuropa stabilisiert sich.

Man muss sehen, dass wir in diesem Jahr den tiefsten Einschnitt sehen werden. Die Weltwirtschaftsleistung ist auf 0,3 % gesunken. Bei der Weltwirtschraft spricht man ab einem Wachstum von 3 % von einer Rezession. Für 2010 wir wieder ein Wachstum von 3% erwartet – was immer noch eine Rezession ist.

Der Ausblick für die Weltwirtschaft ist trotzdem verhalten, weil der Lagerzyklus in den kommenden Monaten schwächer werden wird und die Konjunkturpakete zunehmend auslaufen.

Hinzu kommt auch noch das alte Wachstumsmodell mit Krediten finanzierten Konsum in den USA nicht mehr möglich ist. Wir haben nach wie vor eine Verschuldung von 130 % des verfügbaren Einkommens. Der private Konsum wird deshalb zurück gehen.

Die Produktionslücken ist sehr hoch und hat Überkapazitäten geschaffen. Die Staatsverschuldung ist enorm angewachsen. Spätesten ab dem Jahr 2010 / 2011 sind Steuererhöhungen und Kürzungen zu erwarten.

Den Euroraum sehen sie sehr stabil. Spanien leidet unter platzenden Immobilienkrediten und Italien unter Wettbewerbsfähigkeit.

2009 wird das BIP um 4 % in 2010 um 1 % im Euro-Raum zulegen.

Die Inflationsrate wird Ende des Jahres wieder positiv.

Preiserhöhungsspielräume bestehen für die Unternehmen nicht, auch die Löhne werden sich nicht erhöhen.

Die Geldmenge ist drastisch gesunken. Die Inflation 2010 bei 1,3 %

Die Geldbasis ist sehr stark gestiegen , die Ausweitung der Bankenliquidität kommt nicht bei Wirtschaft und Haushalten an. Eine Zinserhöhung der EZB ist erst dann angesagt, wenn die Geldschöpfung sich beschleunigt. Die EZB muss diese Liquidität schnell aufsaugen, sonst kommt es zu inflationären Reaktion.

Für einen Ausstieg der EZB durch Zinserhöhungen ist es noch zu früh.

Recht ruhige Dollarkursentwicklung: Für 2009 zwischen 1,40 – 1,45
2010 = 1,50

Umschichtung der Währungsreserven könnten den Dollar belasten. Euro Keuronfuih (Politprofiler)

Politprofiler

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Ich bin nur ein Mensch, der sich bemüht alles frei von Religionen, Ideologien, Weltanschauungslehren, festgeschriebenen Werten und parteilichen Grundeinstellungen zu sehen. Sie verfälschen die Wahrnehmung der Realität. Ich werde keiner Schablone entsprechen, egal welche man für mich bereithält.




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