re:publica 2010 | Diskussion Feministische Netzkultur 2.0

Diskussion auf der re:publica 2010 über “Feministische Netzkultur 2.0 – Chancen, Herausforderungen und Risiken einer neuen Bewegung”. Beschreibung:

“The revolution will be blogged oder doch nicht? Seit 2005 mit dem Genderblog das erste größer angelegte deutschsprachige Gemeinschaftsblog rund um feministische und queere Themen gegründet wurde, folgten viele weitere erfolgreiche feministische Blogs. Das 2006 gegründete Mädchenblog oder die Mädchenmannschaft, welches 2007 startete, haben mittlerweile einen ähnlichen Bekanntheitsgrad erlangt, und aus Österreich berichtet die Standard.at seit 2000 auf hohem journalistischen Niveau über nicht nur für Frauen relevante Themen.

Obwohl die deutschen Blogcharts maßgeblich von von Männern betriebenen Blogs dominiert werden, hat sich so eine immer populärer werdende Nische mit feministischen Inhalten gebildet. Spätestens mit Deutschlands erstem feministischen Magazin über Popkultur, dem Missy Magazine, haben so feministische Inhalte den Sprung in etablierte Medien geschafft. Doch bedeuten die gepriesenen Weiten des Internets auch unendliche Möglichkeiten?

Journalistische Arbeit im Blogformat verspricht viele Freiheiten, birgt aber auch einige Risiken: So sind feministische Interventionen sehr einfach möglich, werden aber auch regelmäßig mit Kommentarkriegen und antifeministischen Anfeindungen abgestraft. So berichtete bereits auf der re:publica09 die Mädchenmannschaft über eigene Erfahrungen und Chancen des feministischen Bloggens und rief zur On- und Offlinevernetzung von bloggenden Feminist_innen auf. Nun stellt sich die neue, junge Szene die Frage: Wo soll es hingehen mit der neuen Bewegung? Ist die Sichtbarkeit feministischer Inhalte im Netz gestiegen? Geht es nur um Gegenöffentlichkeit oder wird der Schritt weiter in Richtung Kampagnenfähigkeit gewagt? Reicht das Web2.0 als Vernetzungsintrument oder sollen die Netzwerke auch offline weiter ausgebaut werden?

Sollen (angehende) Feminist_innen nur Empowerment erfahren oder werden die Blogs im Zuge der neuen Medienmacht gar feministische Macht- und Druckinstrumente? In diesem Panel wollen Vertreter_innen von Mädchenmannschaft, Mädchenblog, Genderblog, Missy Magazine und dieStandard.at miteinander und mit allen Interessierten ebendiese Chancen, Risiken und aktuelle Entwicklungen von queer-feministischen Blogs und Online-Medien besprechen.”

Mit dabei: Svenja Schröder, Helga Christina Hansen, Rochus Wolff, Chris Köver und Ina Freudenschuß.

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