re:publica 2011 – Martin Haase – Freies Wissen

Das wichtigste Thema des 21. Jahrhunderts ist nicht etwa die Klimakatastrophe oder der Zugang zu Trinkwasser, sondern der freie Zugang zu Wissen und Information, denn ohne Wissen lassen sich die anderen Probleme nicht lösen. Freies Wissen lässt sich definieren durch seine Verfügbarkeit und Wiederverwertbarkeit, die Möglichkeit, an seiner Entstehung und Verbreitung mitzuwirken, und daran, auswählen zu können, was man wissen will.

Beispiele für freies Wissen sind freie Software, die Wikipedia und ihre Schwesterprojekte, Creative Commons und andere Open-Data-Projekte, aber auch das Humboldtsche Universitätssystem, das gerade an der Bologna-Reform zu scheitern droht. Den Verfechtern freien Wissens wird gelegentlich vorgeworfen, sie verträten eine neue Form des Kollektivismus, ja sogar von „Webkommunismus” ist die Rede. Dass das Unsinn ist, kann leicht gezeigt werden. Allerdings sind Geschäftsmodelle, die auf Wissensverknappung beruhen, nicht mehr zeitgemäß und müssen neuen Ideen Platz machen. Zudem muss die Wissensbefreiung vorangetrieben werden: Hier gibt es schon zahlreiche Projekte, in die sich jeder einbringen kann; es bleibt allerdings noch eine Menge zu tun.

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