re:publica 2011 – Jan-Hinrik Schmidt – Gibt es Computerspielabhängigkeit?

Während für viele Computerspieler das Prädikat „macht süchtig!” als Qualitätsmerkmal eines Spiels gilt, wird in der Öffentlichkeit das Phänomen der Computerspielabhängigkeit seit einigen Jahren kontrovers diskutiert. Der Vortrag zeigt, wie „problematisches Computerspielen” als individuelle Praxis reflektiert und als Phänomen von gesellschaftlicher Relevanz konstruiert wird. Dazu werden Befunde der wissenschaftlichen Forschung, Aussagen von Computerspielern über ihr eigenes Handeln sowie die Perspektive der professionellen Berater bzw. Therapeuten in einschlägigen Beratungseinrichtungen berücksichtigt. Grundlage des Vortrags ist ein Forschungprojekt, das u.a. fallstudienartige Spielanalysen, eine bevölkerungsrepräsentative Befragung sowie leitfadengestützte Interviews mit 40 Computerspielern und mit fünf Experten aus Beratungsstellen für Computerspielabhängigkeit umfasste und im Auftrag der Landesanstalt für Medien NRW durchgeführt wurde.

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