re:publica 2011 – DAS ENDE DER WELT !!!!EINS!ELF!!!!!

Das Internet und die Menschen, die es nutzen scheinen ständig in höchster Lebensgefahr zu sein, zumindest wenn man der Empörung, den Shitstorms und den Ängsten glaubt, die durch Blogs, Foren und Communities gehen, sobald mal irgendwo ein Problem auftaucht. Wir wollen uns all diese schrecklichen Themen, die da so durch die Netzwelt geistern (und geisterten) noch mal anschauen und drauf abklopfen, was denn wirklich dran ist: Ist denn wirklich so oft Weltuntergang?

Ob es Blogger an den Kragen geht (z.B. aktuell Nerdcore), die Vorratsdatenspeicherung uns in Orwell Staatsbürger verwandelt, die Musikindustrie Gesetze diktiert die uns das Internet wegnehmen kann, ob die Aufhebung der Netzneutralität das Internet in ein Corporate-Web verwandelt, was Streetview eigentlich schlimmes tut bzw. die Verweigerung davon, ob der “Kontrollverlust” wirlich so groß ist oder die angeblich so sorglose Jugend gehirngewaschen und internetsüchtig in ihren Zimmern versauert, ob die allgegenwärtige Schleichwerbung und andere schrecklich bösen Manipulationsversuche (Bahn, Atomlobby,..) so super funktionieren… all das wollen wir einem Reality Check unterziehen.

Die These wäre: Die Menschen sind gar nicht so manipulierbar. Sie geben Freiheiten nicht leichtfertig auf. Wenn man jedoch ständig Weltuntergang schreit und am Ende gar nichts schlimmes passiert (sondern im Gegenteil recht schnell sogar jede Menge gute Aktionen und Reaktionen erfolgen) hört man irgendwann nicht mehr drauf, wenn wirklich mal höchster Alarm angesagt ist.

Wir würden also gern einerseits mal an konkreten Beispielen klären, dass die Menschen schon nicht so doof sind, Freiheiten die sie haben für ne billige Bratwurst abzugeben, sich von jedem dahergelaufenen PR-Berater verarschen zu lassen oder sonstwie wehrlos alles über sich ergehen lassen. Es gibt AktivistInnen, HackerInnen, Leute, die sich interessieren, spenden, usw… Für so viele Probleme finden sich schneller Hacks, Lösungen, Workarounds, Klagen beim BVG usw. so dass man eigentlich nicht jedesmal “O GOTT! WIR WERDEN ALLE STERBEN!” schreien müsste.

Wir hätten gern ein souveräneres Netz, eins mit Selbstbewusstsen und Selbstvertrauen, denn eigentlich sind “wir Netzbewohner” besser organisiert, schneller, technisch versierter, besser und schneller informiert als jeder, der versucht, es auf eine Weise zu verändern, wie “wir” es nicht wollen. Ich fände so ne art ‘call for sanity’ ganz prima, weil ja sonst irgendwann keiner mehr ein Problem ernst nimmt.

Das würden wir auch wieder mit wechselnden Themen von Ernsthaft bis eigentlich Pillepalle so unterhaltsam machen wie letztes Jahr unsere Session darüber, was am Internet alles Scheiße ist.

Es diskutieren: Jens Scholz, Carolin Buchheim, Bov Bjerg, Konstantin Klein und Maike Hank

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