Rechtsextremes Denken und Esoterik | Ein gemeinsames Fundament? (Diskussion)

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Rechtsextremes Denken und Esoterik — Ein gemeinsames Fundament?

Was hat Esoterik mit Faschismus zu tun? Auf den ersten Blick so gut wie nichts, denn die heutige abendländische Esoterik bezeichnet in erster Linie einen gigantischen Markt an vielfältigen Lebenshilfe-Angeboten, die grundsätzlich transzendental begründet werden und somit nicht überprüfbar sind.

Esoterische Lebenshilfe-Angebote werden heute in erster Linie zur Sinn- und Selbstfindung oder zur Entwicklung der eigenen Spiritualität genutzt. Durchschnittliche Esoteriker sind ihrem Naturell nach zutiefst apolitisch, antimilitaristisch, ganz und gar uninteressiert an gesellschaftspolitischen Zusammenhängen. Sie sind ganz im Gegenteil rein auf das eigene Ego bzw. dessen Innenschau und dem Erlangen eines “höheren Bewusstseins” konzentriert. Demnach kann dem Gros an Esoterik-Nutzern wie auch den Anbietern sicherlich keine faschistoide Tendenz unterstellt werden.

Dennoch werden in der Wissenschaftswelt Beziehungen zwischen rechtsextremen Denken und Esoterik seit den 1980iger Jahren diskutiert. Die okkulten Wurzeln des Nationalsozialismus wurden hinreichend erforscht; ebenso wurden braune Strömungen innerhalb der heutigen Esoterik-Szene thematisiert, die Rassismus und Antisemitismus in esoterischem Gewand transportieren. Die Szene selbst indes nahm fragwürdige Publikationen von rechten Esoterikern, die beispielsweise den Holocaust an den Juden als “karmische Notwendigkeit” rechtfertigen, relativ kritiklos hin und verhalf so zu hohen Auflagen.

Was hat es mit diesem mutmaßlichen Nahverhältnis auf sich? Wie lassen sich gewisse Verflechtungen beider Phänomene historisch erklären? Und worin liegen eventuelle ideologische Gemeinsamkeiten bzw. Parallelen in den Denkstrukturen?

All dem versucht Sabina Grömmer in der November-Folge von EWL mit folgenden Gästen auf den Grund zu gehen:

Prof. Peter Mulacz: Psychologe und Vizepräsident der „Österreichischen Gesellschaft für Parapsychologie und Grenzbereiche der Wissenschaften.´”, Forschungsschwerpunkt: Untersuchung von psychologischen Grenzphänomenen mit wissenschaftlichen Methoden.

DDr. Michael Ley: Soziologe und Politologe, freischaffender Wissenschaftler und Privatdozent an der Uni Innsbruck, Autor mehrerer Bücher, unter anderem zu den Themen „Antisemitismus” und „politische Religionen” .

Dr. Roman Schweidlenka: Historiker und Leiter der LOGO Eso.Info, einer Jugendberatungsstelle zum Bereich Esoterik u. Okkultismus. Forschungsprojekte zu den Thematiken „Esoterik, Sekten, Okkultismus, Satanismus” und „Rechtsextremismus” . (siehe http://www.logo.at/esoinfo)

Petrus van der Let: Freier Regisseur und Drehbuchautor zahlreicher Kurzspielfilme, Fernsehspiele- und Serien, unter anderem mehrere Dokumentarfilme zu den Wurzeln des Nationalsozialismus und zu Rassismus allgemein.

Rechtsextremes Denken und Esoterik | Ein gemeinsames Fundament? (Diskussion):
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