Realtalk #2: Corona & die große Umverteilung von unten nach oben

#Realtalk 2: Corona & die große Umverteilung von unten nach oben

2020: Corona war Wasser auf die Mühlen der Umverteilungsmaschinerie – 2021 kann und muss damit Schluss sein!

Für die Allermeisten gab es 2020 kein Grund zum Feiern aber eine kleine Minderheit hingegen feierte eine große Corona-Party. Trotz (oder gerade wegen) der Krise ist die Zahl der Millionäre in Deutschland gestiegen. So gab es allein von Januar bis Juni 58.000 neue Millionäre und das Vermögen der deutschen Superreichen wuchs sogar um nahezu irrsinnige 20 Prozent auf über 594 Milliarden US Dollar. Dabei muss man immer bedenken, dass dem 1 Prozent ein Drittel und den reichsten 10 Prozent zwei Drittel aller Vermögen in Deutschland gehören, während die unteren 50 Prozent der Bevölkerung gar keine Vermögen besitzen.

Auf der anderen Seite führte die Corona-Krise dazu, dass viele kleine und mittlere Unternehmen pleite gingen oder kurz vor der Pleite stehen. Millionen Beschäftigte sind in Kurzarbeit, Hunderttausende haben ihre Arbeit verloren und weitere Millionen Arbeitsplätze ganzer Branchen, sind durch die Krise von der Auslöschung bedroht.
Mehr als ein Drittel der Bevölkerung hat seit Beginn der Corona-Krise finanzielle Einbußen, laut einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung. Je weniger Einkommen eine Person vor der Krise hatte, desto stärker sind auch die finanziellen Verluste, die sie seit Beginn der Pandemie hatte. Die Situation sei für die unteren Einkommensgruppen existenzbedrohend und könne auch für die gesamte Gesellschaft eine destabilisierende Wirkung haben.

Die Situation und die Aussichten sehen also düster aus, vor allem wenn die Bundesregierung die Ausgaben nach der Wahl wieder reinholen will. Denn einer wird die Corona-Zechen zahlen müssen, das ist sicher. Die Frage ist nur wer? Wenn es zu einer schwarz-grünen Regierung kommt, wonach es momentan aussieht, dann wird es wohl eine Erhöhung der Mehrwertsteuer, andere Verbrauchssteuern oder der Einkommenssteuern geben. Das würde wieder diejenigen treffen, die am meisten unter der Krise gelitten haben und den Laden am Laufen gehalten haben statt diejenigen, die leistungslos von der Krise profitiert haben.

Aber “solche Verhältnisse sind nicht alternativlos, sondern das Ergebnis bewusster politische Entscheidungen”, so die Hamburger Künstlerin und Aktivistin Linda Moulhem Arous. Mehr darüber, was Linda von dieser Politik hält und über einen konkreten Lösungsvorschlag, in unserer 2. Folge “Realtalk”.

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Quellen:
https://kurzelinks.de/58000
https://kurzelinks.de/Bundesbank
https://kurzelinks.de/Superreiche
https://kurzelinks.de/Pandemie-Auswirkungen
https://kurzelinks.de/Pandemie-Verbraucher
https://kurzelinks.de/Studie-Ungleichheit
https://kurzelinks.de/moneybooster
https://kurzelinks.de/superreiche-deutschland
https://kurzelinks.de/Studie-Hans-Boeckler-Stiftung
https://kurzelinks.de/DeMasi-Vermoegensabgabe
https://kurzelinks.de/Goepel-Umverteilungsmachine
https://kurzelinks.de/Baron-Neiddebatte
https://kurzelinks.de/DIW-Studie-Vermoegensabgabe