R.I.P. Tacheles Berlin – Kunst gegen Krieg

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Die Gefundenen Fressen, A.M.T, Dry Mention

Open Letter – Offener Brief
Mark D Naison
Professor of AFrican American Studies and History
Fordham University
Founder, Bronx African American History Project
New York, USA 2011

TACHELES — Die ganze Welt sieht auf Berlin!

Sehr geehrter Bürgermeister von Berlin!

Als Wissenschaftler für Stadtentwicklung und als ein Bewunderer der Tradition des politischen Aktivismus und der Stadterneuerung in Berlin, fordere ich sie hiermit nachdrücklich auf, alle ihre Kraft und ihren Einfluß geltend zu machen, um den Verkauf des Kunsthauses Tacheles an Investoren zu verhindern und damit die Zerstörung dieses Zentrums der Kunst, dass jährlich mehr als 400.000 Besucher anzieht. In einer Zeit der weltweiten Finanzkrise sind Städte auf der ganzen Welt konfrontiert mit Tausenden von verlassenen Fabriken, Geschäften, Wohnhäusern und Einkaufszentren, genauso wie auch es in Berlin nach der Wiedervereinigung der Fall war
Das letzte, was wir jetzt gebrauchen können, ist die Zerstörung des vielleicht bekanntesten Beispiels für die Transformation von verlassenen Besitz in ein kreatives Zentrum für Kunst.

Nicht nur sollte das Tacheles Kunsthaus bewahrt und geschützt werden, sondern um in Che Guevaras Worten zu sprechen, wir brauchen „eins, zwei, drei, viele Tacheles“ in der ganzen Welt, in New York, in Miami, in Madrid, in Rom, in Detroit und in Johannesburg! ! Tacheles ist die Front eines globalen Kampfes gegen Gentrifizierung. Wenn Sie in Ihrer Position als bedeutendste Persönlichkeit Berlins, die Grasswurzelbewegung zum Erhalt dieser Institution des Tacheles anführen würden, komplett mit Demonstrationen, Kundgebungen, sowie juristischen und legislative Maßnahmen, dann würden Menschen auf der ganzen Welt Ihrem Beispiel folgen und beginnen verlassenenes Eigentum in ihren Städten zu besetzen!

Dabei würden Sie nicht nur eine kostbare und wirtschaftliche Ressource für die Stadt Berlin, die Hunderttausende „von Touristen anlockt und Hunderte von Arbeitsplätzen schafft bewahren. Sie würden vielmehr den Menschen auf der ganzen Welt — einschließlich in meiner Heimatstadt New York — den Mut geben verlassenen Besitz zu transformieren in Zentren der Kunst für die Gemeinschaft, Orte für die Jugend, Wohnraum für Obdachlose und Orte die den Bedürfnissen der Gemeinschaft dienen und zur Revitalisierung der lokalen Wirtschaft beitragen.

Seien Sie sich vollkommen klar darüber, „die ganze Welt schaut zu“, was das Schicksal des Tacheles angeht. Was Berlin nach der Wiedervereinigung geschaffen hat, mit der Unterstützung progressiver gewählter Verantwortlicher wie Sie selbst, ist genau das, was Aktivisten auf der ganzen Welt tun müssen, um die Schäden zu beseitigen, die ein außer Kontrolle geratenes finanzielles System angerichtet hat.

Bitte, Herr Bürgermeister, verwenden Sie Ihr Büro als „Kanzel“ um die Menschen in Ihrer Stadt zu führen, um sich den Banken und Investoren zu widersetzen, die versuchen einen der wichtigsten Orte und Institutionen der Gemeinschaft in Berlin zu einem Hotel oder Einkaufszentrum umzuwandeln. Wenn Sie vorangehen, werden die Menschen folgen, nicht nur in Berlin, sondern in der ganzen Welt.

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