Psychologie der Gruppe: Wenn schon minimale Gemeinsamkeiten verbinden…

Ein bekanntes Sprichwort lautet: „Gleich und gleich gesellt sich gern.“ Wie viel Wahrheit in diesem Sprichwort liegt, sieht man, wenn Menschen aufeinander treffen, die zufälligerweise mit der gleichen Fußballmannschaft sympathisieren, die gleiche Musikrichtung bevorzugen oder die gleiche Automarke fahren. Sobald geklärt ist, dass die andere Person zumindest eine gewisse Gemeinsamkeit mit uns hat, scheint sie auf unserer Sympathie-Skala einen großen Sprung nach oben zu machen. Irgendwie fühlen wir uns nun deutlich stärker mit dieser Person verbunden.
Kurioserweise reichen schon extrem fadenscheinige Gründe aus, um dieses Gefühl der Verbundenheit hervorzurufen. In sehr einflussreichen Experimenten konnte der Sozialpsychologe Henri Tajfel zu Beginn der 1970er Jahre zeigen, dass Menschen Mitglieder der eigenen „Gruppe“ selbst dann bevorzugen, wenn das verbindende Element zwischen den Gruppenmitgliedern im Grunde eine Farce war.

Psychologie der Schule

Psychologie der Schule

Offensichtlich gibt es eine enorme Kluft ("Knowing-Doing-Gap") zwischen den Erkenntnissen aus der wissenschaftlichen Forschung und dem pädagogischen Handeln von manchen Lehrern und Eltern. Was bringt all die psychologische Forschung wenn wir sie nicht benutzen?



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