Psychologie: Armut und Intelligenz (Kann Armut unsere Intelligenz beeinträchtigen?)



Menschen, die in Armut leben, zeigen häufig ungünstige Verhaltensweisen.
Im Durchschnitt betreiben arme Menschen weniger Gesundheitsvorsorge (Katz & Hofer, 1994), sind als Eltern weniger aufmerksam (McLoyd, 1998) und sind schlechter beim Verwalten ihrer Finanzen (Barr, 2012).
Während manche Menschen diese Befunde zum Anlass nehmen, Beschuldigungen auszusprechen ("Die sind selber Schuld. Die müssten sich doch nur klüger verhalten!"), sprechen neueste Studien dafür, dass Armut es deutlich erschweren kann, sich intelligent zu verhalten. So konnten z.B. Mani et al. (2013) am Beispiel indischer Zuckerrohrbauern zeigen, dass ein und dieselbe Person unterschiedliche Intelligenztestwerte aufwies, wenn sie arm oder reich war.

Keywords:
Armut – Intelligenz – Priming – finanziell bedrohliche Szenarien – Auto Reperatur: 150$ vs. 1500$ – fluide Intelligenz – Kognitive Kontrolle – Exekutive Funktionen – Mathe-Angst – Belohnungen für jede richtige Antwort – indische Zuckkerrohrbauern -Raven-Matrizen – Stroop – Trainingseffekte? – Ernährung? – Stress? – Mani, Mullainathan, Shafir und Zhao (2013) – Science – Hofmann, Vohs und Baumeister (2012) – Selbstkonrolle ist begrenzte Resource (Ego-Depletion) – Disziplin – Motivation – Stroop test – Konzentration

Psychologie der Schule

Psychologie der Schule

Offensichtlich gibt es eine enorme Kluft ("Knowing-Doing-Gap") zwischen den Erkenntnissen aus der wissenschaftlichen Forschung und dem pädagogischen Handeln von manchen Lehrern und Eltern. Was bringt all die psychologische Forschung wenn wir sie nicht benutzen?



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