Projekt „Bärensuppe“: Eine Begegnung zwischen Jörg Platzer und Bilbo Calvez

Einer der ersten Schritte, wenn es darum geht, sich vom Geld zu verabschieden, ist es, sich von der Macht der Banken zu befreien.
Kryptowährungen eignen sich hervorragend dazu. Zuerst wurden die Bitcoins erfunden, sie sind die bekanntesten unter den Kryptowährungen und werden oft mit Gold verglichen. Die andere Coins, wie zum Beispiel die Litecoins, kann man bis dato nur mit Bitcoins kaufen.

Die Coins sind wie Bargeld, nur, dass man dieses Bargeld nicht anfassen kann. Man besitzt dieses Geld in einem virtuellen Portemonnaie, wie zum Beispiel in seinem Mobiltelefon oder Computer. Damit kann man im Internet oder im realen Leben bezahlen, ohne dass man für die Transaktion eine Bank benötigt. Es reicht, wenn man sein Mobiltelefon gegen ein anderes Mobiltelefon hält. Durch das Lesen von QR-Codes wird die Transaktion durchgeführt.

Das “Room77” in Berlin bietet nicht nur „warm beer, cold women and fast food made slow“, es war auch eine der ersten Kneipen weltweit, wo man mit Bitcoins – bzw. mit Milli-Bitcoins – bezahlen kann.

Der Betreiber und begeisterte Bitcoins-Spezialist Jörg Platzer macht „alles“ mit Bitcoins und hat auch ein Buch darüber geschrieben: „Bitcoin, kurz und Gut“, in dem man auf verständliche Art und Weise erklärt bekommt, wie man Bitcoins kauft, verkauft, benutzt und sicher aufbewahrt.

Bilbo Calvez traf Jörg Platzer in seinem Room77 in Berlin-Kreuzberg und sprach mit ihm darüber, wie seiner Auffassung nach der Bitcoin die Welt verändern kann, und was der Bitcoin zum Weg in eine geldlose Gesellschaft beitragen könnte.

Das Gespräch mit wurde am 1. September 2015 in Berlin aufgezeichnet.

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Dieses Gespräch ist Teil des Kunstprojektes „Die Bärensuppe“.
Die Auseinandersetzung mit der Vision einer geldlosen Gesellschaft, genauer beschrieben einer dezentralen, nicht monetären Open-Source-Anarchie, bildet den Kern des Projektes.

Die Suppe, der Topf, das Zusammenkommen an einer sozialen Feuerstelle ist dabei die Metapher für eine Gesellschaft, die wieder Empathie statt Ellbogen zum Ziel hat. In die Bärensuppe gibt man, was man will und kann. Herausnehmen darf man, was man braucht und möchte. Gezählt, verglichen oder bewertet wird nicht. Alle „essen“ von der gleichen Suppe, also soll sie schmecken und sie soll für alle ausreichend hergeben. Es geht um das Wiederentdecken des Urvertrauens und um das Erfahren, dass wir alle in unserem tiefsten Inneren miteinander verbunden sind, auch wenn wir es vergessen haben.

Das Projekt „Die Bärensuppe“ besteht zuerst aus einem visuellen Anteil, Interviews mit Menschen, die anders mit Geld umgehen als gewöhnlich. Pioniere dieser in den Augen vieler dringend notwendigen Wende, oder Menschen, die durch ihr Handeln diese Transition ankündigen, vorbereiten, einleiten oder schon leben.

Der andere, analoge Teil, in Form einer Kunstausstellung, ist für September 2016 in der Planung. Die Besucher werden durch das Agieren in zwei interaktiven Installationen dazu geführt, sich dem Impact des Geldes in ihrem eigenen Leben bewusst zu werden. Die interaktive Hauptinstallation, in dem geldlosen Bereich des Ausstellungsortes, wird den Besuchern die Möglichkeit geben, gegenseitiges Vertrauen zu beobachten und dieses auch selbst zu üben.

Die Ausstellung soll darüber hinaus einen schützenden Rahmen bieten, wo man sich mit diesem Thema, was allergische Reaktionen bei den meisten Menschen auslöst, in Ruhe annähern kann.

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Weitere Filme der Bärensuppe:
Projekt „Bärensuppe“: Eine Begegnung zwischen Elias Tsolakidis und Bilbo Calvez

Projekt „Bärensuppe“: Eine Begegnung zwischen Dada Madhuvidyananda und Bilbo Calvez

Projekt „Bärensuppe“: Eine Begegnung zwischen Alicia und Bilbo Calvez

Weiterführende Links:
www.baerensuppe.berlin

Ich komme aus der Zukunft / Bilbo Calvez bei Free Spirit®-TV

Zeitreisende hält Rede vor dem Brandenburger Tor Sommer 2014

Die Rede, mit deutschen und englischen Untertiteln:

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