Projekt „Bärensuppe“: Eine Begegnung zwischen Dada Madhuvidyananda und Bilbo Calvez

Wenn man die Welt verändern möchte, muss man mit sich selbst anfangen. Das betrifft auch meinen Traum einer geldlosen Gesellschaft. Also eine Gesellschaft, in der man nicht zählt. Jeder tut in die Suppe, was er kann und nimmt, was er braucht. Gezählt wird nicht. Hauptsache, die Suppe schmeckt, weil alle aus der gleiche Suppe essen.

Unsere Grundwerte müssen also verlagert werden. Vom „ich“ zum „wir“. Vom Verfolgen egozentrischer Ziele hin zur Achtung vor dem Leben.

In Friedensbewegungen hört man auch immer wieder Anregungen dazu: „Man muss mit sich selbst anfangen“ und „Man sollte spiritueller werden“. Einige finden solche Parolen erschreckend und halten sie für Esoterik-Geplapper, andere verstehen es zwar akustisch, aber mehr auch nicht. Manche gar, die für Spiritualität werben, haben selber noch nie meditiert. Gut, vielleicht reden sie, um sich selbst zum Anfangen zu motivieren. Manche sind auch tatsächlich schon auf dem Weg.

Bei der 50. Mahnwache in Berlin sprach und sang Dada Madhuvidyananda für den Frieden.
Dada Madhuvidyananda ist Mönch. Seine Name bedeutet: „Derjenige, der in Glückseligkeit ist, durch die süße Erkenntnis der Allgegenwart des Höchsten Bewusstseins“. Er lebt in einem Ashram in der Nähe des Bodensees und ist Mitbegründer der politischen Vereinigung MENSCHLICHE WELT.

MENSCHLICHE WELT nimmt an der Landtagswahl in Baden-Württemberg am 13. März 2016 teil. Mehr Infos findet man hier: http://menschlichewelt.de/

„Ich bin der Meinung, dass die notwendige Änderungen für eine bessere Welt von Unten, und nicht von Oben geschehen sollen. Deshalb bin ich mit Politik skeptisch. Und es sieht so aus, dass wenn ein Politiker gute Absichten hat, er sowieso irgendwann ersetzt wird. Deshalb musste ich Dada fragen, wie er denkt, mit politischer Arbeit etwas verändern zu können.

Natürlich wollte ich auch wissen, wie sein Leben, das der Spiritualität gewidmet ist, aussieht, wie seine Vision einer besseren Welt aussieht, und auch, wie ein Mönch, der im Grunde keinen Besitz haben darf, mit Geld umgeht.“ -Bilbo Calvez

Dada Madhuvidyananda hat darum gebeten, diese Worte zu dem Interview hinzuzufügen:

„Durch Meditation kannst du eins und im Frieden mit dir sein. Beständig glücklich sein. Meditation hilft dir, deine Liebe, Willenskraft, Intelligenz und Kreativität zu entfalten.
Meditation zu erlernen, ist eine der besten Schritte, die du tun kannst, dich zu entfalten und deine Welt zu verbessern.
Dazu lade ich dich ein. Wenn du daran Interesse hast, kannst du mir gerne schreiben.”
Dada Madhuvidyananda, Yoga-Mönch und -Lehrer
www.menschlichewelt.de

Das Interview ist am 22. September 2015 in Berlin aufgezeichnet worden.

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Dieses Gespräch ist Teil des Kunstprojektes „Die Bärensuppe“.
Die Auseinandersetzung mit der Vision einer geldlosen Gesellschaft, genauer beschrieben einer dezentralen, nicht monetären Open-Source-Anarchie, bildet den Kern des Projektes.

Die Suppe, der Topf, das Zusammenkommen an einer sozialen Feuerstelle ist dabei die Metapher für eine Gesellschaft, die wieder Empathie statt Ellbogen zum Ziel hat. In die Bärensuppe gibt man, was man will und kann. Herausnehmen darf man, was man braucht und möchte. Gezählt, verglichen oder bewertet wird nicht. Alle „essen“ von der gleichen Suppe, also soll sie schmecken und sie soll für alle ausreichend hergeben. Es geht um das Wiederentdecken des Urvertrauens und um das Erfahren, dass wir alle in unserem tiefsten Inneren miteinander verbunden sind, auch wenn wir es vergessen haben.

Das Projekt „Die Bärensuppe“ besteht zuerst aus einem visuellen Anteil, Interviews mit Menschen, die anders mit Geld umgehen als gewöhnlich. Pioniere dieser in den Augen vieler dringend notwendigen Wende, oder Menschen, die durch ihr Handeln diese Transition ankündigen, vorbereiten, einleiten oder schon leben.

Der andere, analoge Teil, in Form einer Kunstausstellung, ist für September 2016 in der Planung. Die Besucher werden durch das Agieren in zwei interaktiven Installationen dazu geführt, sich dem Impact des Geldes in ihrem eigenen Leben bewusst zu werden. Die interaktive Hauptinstallation, in dem geldlosen Bereich des Ausstellungsortes, wird den Besuchern die Möglichkeit geben, gegenseitiges Vertrauen zu beobachten und dieses auch selbst zu üben.
Die Ausstellung soll darüber hinaus einen schützenden Rahmen bieten, wo man sich mit diesem Thema, was allergische Reaktionen bei den meisten Menschen auslöst, in Ruhe annähern kann.

Andere Interviews der Bärensuppe:

Weiterführende Links:
http://www.baerensuppe.berlin
https://www.facebook.com/groups/1432650360282037/
http://www.bilbo.calvez.info/publik_privat/Buch.html

KenFM.de

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