Preußen: Vom Kurfürstentum zur Republik (Dokumentation Ard Extra Teil 1-6)

Preußen war ein vom Mittelalter bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges bestehender Staat im nördlichen Mitteleuropa, dessen Name im Laufe seiner Geschichte mehrere Bedeutungswechsel erfuhr.

Die ursprüngliche historische Landschaft Preußen, benannt nach ihren baltischen Ureinwohnern, den Prußen, entsprach in etwa dem späteren Ostpreußen. Nachdem der Deutsche Orden 1226 von Friedrich II. mit dem Preußenland belehnt worden war, bildete es zusammen mit Pommerellen das Zentrum des Deutschordensstaates.

Dessen Gebiet wurde durch den Zweiten Frieden von Thorn 1466 geteilt: in das der polnischen Krone direkt unterstehende Königliche Preußen, das Pommerellen einschloss und in den Restordensstaat, der ebenfalls die polnische Lehenshoheit anerkennen musste.

Durch die Säkularisierung des letzteren entstand 1525 das weltliche Herzogtum Preußen, das 1618 durch Erbschaft an die Kurfürsten von Brandenburg fiel. 1657 konnte Kurfürst Friedrich Wilhelm das Herzogtum aus der polnischen Lehensherrschaft lösen. Da es außerhalb des Heiligen Römischen Reiches lag, war es somit souverän und wurde 1701 zum Königreich Preußen erhoben.

Dieser Name wurde in der Folgezeit auf alle Territorien der Könige und Kurfürsten aus dem Haus Hohenzollern innerhalb und außerhalb der Reichsgrenzen übertragen. Das Königreich stieg im 18. Jahrhundert zur europäischen Großmacht und 1866 nach dem Deutschen Krieg zur führenden Macht Deutschlands auf. 1871 vereinte Preußen alle deutschen Staaten mit Ausnahme Österreichs unter seiner Führung. Fortan war es der dominierende Teilstaat des Deutschen Reiches.

Nach dem Sturz der Monarchie in der Novemberrevolution von 1918 wurde aus dem Königreich der republikanisch verfasste Freistaat Preußen. Während der Weimarer Republik ein Bollwerk der Demokratie, wurde seine Landesregierung 1932 im sogenannten Preußenschlag von der Reichsregierung entmachtet. Durch das Kontrollratsgesetz Nr. 46 vom 25. Februar 1947 verfügte der Alliierte Kontrollrat der vier Besatzungsmächte in Deutschland die rechtliche Auflösung Preußens, das de facto bereits mit dem Kriegsende 1945 aufgehört hatte, als Staat zu bestehen.

Sowohl die Deutsche Demokratische Republik als auch die Bundesrepublik Deutschland und viele ihrer Länder haben preußische Traditionslinien weitergeführt. Die Gebiete, die bis 1918, also zum Zeitpunkt seiner größten Ausdehnung, zu Preußen gehörten, teilt sich Deutschland heute mit sechs weiteren Staaten zwischen Belgien und Russland.

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