Plastiktüte? Nein Danke! Schluss mit dem Plastiktüten-Wahn (07.12.2013)

https://youtu.be/XuMq8pYRQMI

In der Weihnachtszeit gehen so viele Tüten über die Ladentheke wie nie. Nach durchschnittlich 25 Minuten landet eine Plastiktüte im Müll. Mit einer Aktion will die Initiative „Plastiktüte? Nein Danke!“ “Plastiktüte? Nein Danke!” auf die Flut an Plastik aufmerksam machen. Sie verhüllten die Johanniskirche in Bonn mit 2.000 Plastiktüten.

Sie gehören beim Einkauf dazu wie das Kleingeld und die Scheibe Wurst an der Fleischtheke: Plastiktüten. Eine Billion – auf diese Anzahl wird der jährliche, weltweite Plastiktütenverbrauch geschätzt. 65 Plastiktüten verbraucht jeder Deutsche im Jahr. Das Leben der Tüten ist kurz – doch in kürzester Zeit richten die Plastiktaschen einen immensen Schaden an.

Die Folgen der Plastiktütenflut:

  • Die Herstellung einer einzigen Tüte verbraucht fast 60 Milliliter Erdöl.
    Neun von zehn Tüten werden in der EU nicht recycelt, die Rohstoffe gehen also verloren.
    Die Tüten brauchen bis zu 500 Jahre, um vollständig zu verrotten.
    Tüten, die achtlos in die Natur geworfen werden, bleiben dort über Jahrhunderte als Umweltbelastung liegen.
    In den Weltmeeren schwimmt ein Plastikteppich, der so groß ist wie Westeuropa. Meerestiere sterben, weil sie umherschwimmende Plastikteile fressen.
  • Plastiktüten als Symbol der Wegwerfgesellschaft: Die Tüten verbrauchen wertvolle Ressourcen, verschmutzen die Umwelt und tragen zum Klimawandel bei. Doch: Beim Einkauf sind sie schnell über die Ladentheke gereicht, kostenlos und unkompliziert. Damit sich das ändert, will die EU-Kommission den europäischen Staaten künftig auch nationale Verbote erlauben. „Plastiktüten sind ein Symbol unserer Wegwerfgesellschaft“, sagte EU-Umweltkommissar Janez Potocnik. „Sie bestehen aus Material, das Hunderte Jahre hält – aber wir nutzen sie nur für ein paar Minuten.“

    Denn jede weggeworfene Tüte ist eine Umweltbelastung – und das gilt nicht nur für Plastiktüten. Auch die vermeintlich umweltfreundlicheren Papiertüten sind eine Belastung für die Natur. Sie bestehen aus besonders langen Papierfasern und sind oft, zur besseren Haltbarkeit, beschichtet. Das trägt dazu bei, dass auch sie lange brauchen, um zu verrotten.

    Netzwerk „Plastiktüte? Nein Danke!“: Es gibt viele Argumente und ein wachsendes Engagement gegen die Tütenflut. Diesen Kampf hat auch das Bonner Netzwerk „Plastiktüte? Nein Danke!“ aufgenommen. Ihre Mission: Bildung statt Verbote! Mit Aktionen wie der Verhüllung der Bonner Johannisgemeinde in 2.000 Plastiktüten oder ein „Plastiktütenfasten“ vor Ostern will das Netzwerk die Bürger aufrütteln. Denn jeder kann etwas gegen die Plastiktütenflut unternehmen. Es ist einfach und sieht auch noch gut aus: einfach eine eigene, schicke Tasche zum Einkauf mitnehmen und die Plastiktüte an der Ladentheke ablehnen.

    Autorin: Anna Nentwig

    Quelle und Text: http://www.wdr.de/tv/servicezeit/sendungsbeitraege/2013/kw49/1204/01_plastiktueten.jsp

    Plastiktüte? Nein Danke! Schluss mit dem Plastiktüten-Wahn (WDR Servicezeit 07.12.2013):
    Plastiktüte, Nein Danke, Schluss, Plastiktüten-Wahn, 2013

    VideoGold.de

    VideoGold.de

    VideoGold.de ist seit 2007 das erste freie Videoportal Deutschlands, welches frei zugängliche Videos in Form von Berichten, Dokumentationen, Diskussionen, Filmen, Interviews, Livestreams, Musik-Videos, Serien, Trailer, Video-Clips und Vorträge in einer Mediathek vereint.

    Produktsortiment Uebersicht Leaderboard 728x90



  • Kommentare zum Video

    Benachrichtigung
    avatar
    5000
    wpDiscuz